Jörg Kühne
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es geht wieder um Musikschulen. Es geht wieder um schlecht bezahlte Lehrkräfte. Es geht wieder um die Wertschätzung musikalisch begabter Kinder; denn Musik ist aus Sachsen gar nicht wegzudenken. Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Carl Maria von Weber – ihre Lebensläufe sind eng mit Sachsen verbunden. Auch zeitgenössische Musik hat in Sachsen ihren Platz. Ich darf an dieser Stelle zum Beispiel auf die Jazztage in Dresden verweisen oder auf neue Produktionen, die in der Semperoper Premiere feiern. Wir müssen uns aber klarmachen, dass gute Musik nicht einfach so vom Baum fällt. Junge Talente müssen erkannt und gefördert werden. Das ist eine jahrelange, wichtige Aufgabe in den Musikschulen. Ich bin froh, dass es in Sachsen so viele Musikschulen gibt, die sich dieser wichtigen Aufgabe verschrieben haben. Aber die musikalische Förderung von Kindern kostet Geld. Hier liegt das Problem. Der Staatsregierung sind die Musikschulen im kommenden Jahr gerade einmal 7,6 Millionen Euro wert. Für den einzelnen Bürger mag das unglaublich viel Geld und eine Riesensumme sein, doch nach den Maßstäben eines Staatshaushaltes ist diese Summe doch eher ernüchternd. Viele Musikschulen haben einen hohen Investitionsbedarf; wenn ich allein an die Musikschule in Leipzig denke. Noch immer werden Musikschullehrer vielfach schlechter bezahlt als Lehrer anderer Schulformen. Das darf einfach nicht sein. Wir beantragen, dass der Freistaat jährlich eine weitere Millionen Euro in die Musikschulen investiert. Damit ließe sich beispielsweise der staatlich getragene Anteil der Lehrervergütungen deutlich stärken. Unser Änderungsantrag ist gegenfinanziert; wir bitten um Ihre Zustimmung. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Kühne für die AfD-Fraktion als einreichende Fraktion. An Mikrofon 4 Herr Fritzsche, bitte.
