Dr. Rolf Weigand
Vielen Dank. Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, wir legen Ihnen nochmals den Änderungsantrag zu den Sprachkitas vor. Wir haben etwas ausgetauscht. Ich möchte aber gleich einmal auf einen Aspekt eingehen, den Frau Pfeil vorhin nannte. Sie sagten, Sie wollen die Sprachförderung überall ermöglichen, wo Sie den Bedarf sehen. Wenn wir aber in die Voruntersuchungen schauen, so stellen wir fest: Die sprachlichen Defizite sind in Sachsen flächendeckend gleichmäßig verteilt. Ein Drittel unserer Kinder hat sprachliche Defizite. Deshalb müssen wir das Programm deutlich ausweiten. Genau das will unser Antrag schrittweise tun: in den nächsten fünf Jahren die sprachliche Förderung in Sachsen ausbauen, damit alle Kinder in allen Kindertageseinrichtungen von dieser sprachlichen Qualifikation der Erzieher profitieren, damit wir dort die sprachlichen Probleme, die jetzt schon vorhanden sind –, was uns die Zahlen auch zeigen – abbauen. Dem, was wir aktuell erleben – dass die sprachlichen Defizite in der Grundschule ankommen und der Grundschullehrer dann irgendwie versuchen muss, diese auszugleichen –, müssen wir mit vielen anderen – Logopäden etc. – versuchen, entgegenzuwirken. Wir müssen dort frühzeitig herangehen. Deshalb braucht es die Sprachkitas als flächendeckendes Angebot in Sachsen. Daher werbe ich noch einmal um Ihre Zustimmung zu diesem Antrag. Er geht deutlich über das hinaus, was Sie getan haben, nachdem das Kitaprogramm vonseiten des Bundes gestrichen wurde, sowie über das, was die LINKEN wollen. Wir wollen wirklich eine breite sprachliche Förderung unserer Kinder in Sachsen und bitten um Zustimmung. – Vielen Dank. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war Kollege Dr. Weigand mit der Einbringung. – Nun gibt es einen Redebeitrag an Mikrofon 3. Kollegin Melcher, Fraktion BÜNDNISGRÜNE, bitte schön.
