Hartmut Vorjohann
Vielen Dank für die Frage. Die genauen Zahlen habe ich nicht parat. Man kann dazu immer nur den statistischen Baupreisindex nehmen, das ist die einzig vernünftige verlässliche Größe, die ist unstrittig. Der Baupreisindex ist nach oben gegangen und insofern trifft uns das Thema der Preissteigerungen auf der Baustelle gleichermaßen. Ich muss jedoch von dem, was ich vom SIB gespiegelt bekomme, feststellen, dass die meisten Projekte im Moment immer noch im vorher kalkulierten Kostenrahmen bleiben. Die Gruppe der Projekte, die nicht in dem Rahmen bleiben, weil zwischendurch die Preise steigen, ist natürlich größer geworden, das ist klar. Doch im Moment funktioniert das Ganze noch mehrheitlich im Kostenrahmen. Der SIB kommt jetzt natürlich trotzdem nicht an und sagt: Ich muss jetzt unterjährig einen Nachschlag bekommen, weil uns die Bauprojekte davonlaufen. Der SIB kann die Projekte so aussteuern kann, dass es unterjährlich bei verschieden Projekten zu Zeitverzögerungen kommt und die Mittel nicht abschließen, sodass dann Projekte, die an anderer Stelle teurer werden, dort hineingreifen. Das kannte ich von der kommunalen Ebene etwas anders. Dort hatte man das Riesenproblem, dass man im Baubereich Haushaltsausgabereste hatte. Die haben wir in diesem Bereich nicht, weil wir die Dinge miteinander aussteuern können. Doch zu der Frage nach dem Baupreisindex – hier müsste ich die genaue Zahl nachliefern. Auf ein einzelnes Bauprojekt kann man das nur schwierig kalkulieren. Was man machen kann, ist, dass man in Phase 3 der HOAI die entsprechende Kostenschätzung hat, dann muss man hinterher abrechnen und sieht, dass es teurer geworden ist. Aber die Frage, ob es teurer geworden ist, weil die Baupreise gestiegen sind oder weil der Nutzer etwas nachbestellt hat, muss man auch auseinanderhalten. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die AfD bitte. Herr Barth.
