Wolfram Günther
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte noch einmal feststellen, dass wir gut daran tun, in diesem Hohen Hause einen vernünftigen Umgang miteinander zu pflegen. Mich hat das heute deutlich erschreckt, wie hier Menschen angebrüllt werden und versucht wird, sie einzuschüchtern. Das kann man gern als Zielmittel machen, aber das sagt immer mehr über denjenigen aus, der sich so verhält, als über alle anderen. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN sowie vereinzelt bei den LINKEN und der SPD) Zum Inhalt: Bei Ihrer Vorstellung – AfD –, Sie müssten ein Land vor einer Energiewende schützen, kann ich Ihnen schon eine erste Sorge nehmen. Da sind wir wieder bei Fakten. Damit haben Sie es nicht so im Freistaat Sachsen. Ich will überhaupt nicht über das Pro und Kontra reden, wie die Menschen dazu stehen. Wir haben eine repräsentative Umfrage durchgeführt, die auch veröffentlicht wurde. Repräsentativ heißt: Das sind belastbare Zahlen. Sie können sich gern mit der Studie auseinandersetzen. Wir haben gefragt, wie die Menschen in diesem Land zu den erneuerbaren Energien stehen. Wir haben zwischen Stadt und Land sowie über Vorerfahrungen in der Region unterschieden. Die Feststellung war: Circa 60 % der Menschen in diesem Land sind nicht nur sehr aufgeschlossen gegenüber den erneuerbaren Energien, sondern sie wollen das. Übrigens sind die Zahlen im gesamten Bundesgebiet ähnlich; zum Freistaat Sachsen gibt es keinen Unterschied. Bemerkenswert ist Folgendes: Es gibt auch keinen großen Unterschied zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Was man aber gemerkt hat: Die Zustimmung ist dort, wo man eigene Erfahrungen mit erneuerbaren Energien hat, statistisch messbar größer ist als dort, wo man sie noch nicht hat. Es sind nur circa 10 %, die ein Problem mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien haben, und der Rest ist etwas indifferent. (Sebastian Wippel, AfD, steht am Mikrofon) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gestatten Sie eine Zwischenfrage?
