Kay Ritter
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Kollege Urban, Sie haben vorhin den Schuldigen benannt und uns als CDU quasi als Wurzel allen Übels bezeichnet. (Jörg Urban, AfD: Richtig! – Zuruf von der AfD: Genau! Das ist so! – Weitere Zurufe von der AfD) Respekt. Tolle Leistung. Vielleicht haben Sie aber Kollegen Böhme zugehört, der gesagt hat, Deutschland ist das viertreichste Land der Welt. Haben Sie verstanden, wie er das gemeint hat? (Zurufe von der AfD) Das haben wir, liebe AfD, nicht den Parteien zu verdanken, sondern – ich bringe es einmal auf den Punkt – das sind die vielen fleißigen Menschen in diesem Land (Jörg Urban, AfD: Richtig!) gewesen. Dazu haben Sie noch nicht einen Satz gesagt. (Jörg Urban, AfD: Und Sie pfuschen denen ins Handwerk!) Wir müssen uns bei denen bedanken, die jeden Tag aufstehen und für das Wohl in unserem Land schaffen. (Jörg Urban, AfD: Lassen Sie die in Ruhe! – Weitere Zurufe von der AfD) – Das machen wir, keine Sorge! – Die Politik hat nur die Rahmenbedingungen festgelegt. Seit unserem Gründungsvater der sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, und seinen Nachfolgern haben wir nachweislich als CDU nicht die schlechtesten Ideen gehabt. Das will ich hier einmal festhalten, meine Damen und Herren. (Jörg Urban, AfD: Lang ist’s her!) Kommen wir aber einmal zu den aktuellen Dingen. Die Geschäftserwartung der deutschen Unternehmen ist für die nächsten zwölf Monate im Keller. Die aktuelle DIHKKonjunkturumfrage unter mehr als 24 000 Betrieben hat das festgestellt. (Zuruf von der AfD: Warum denn wohl?!) Noch nie gab es so wenige optimistisch gestimmte Unternehmen wie in diesem Herbst, und die Unsicherheit in der Energieversorgung sowie die Angst vor einem Rückgang der Nachfrage im In- und Ausland beweisen das. (André Barth, AfD: Wer hat das verursacht?!) – Herr Barth, Sie haben es gehört! Die CDU, ist doch klar. (Zurufe von der CDU und der AfD) Auch die Konjunkturberichte des sächsischen Handwerks sehen eine starke Reduzierung nach Corona, und die Grundstimmung ist nicht besonders günstig. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Angst vor unsicherer Energieversorgung zeigt sich aller Orten, und deshalb kann es doch nur Ihr Ziel sein, dass die Bundesregierung – ich sage es noch einmal – und unser Ministerpräsident – jetzt ist er da, ich weiß nicht, ob er es vorhin gehört hat – dafür kämpfen, dass alle verfügbaren Energieträger genutzt werden. Darum geht es. Wir brauchen nicht in zehn Jahren ein Atomkraftwerk in der Lausitz, wir brauchen jetzt eine Alternative. Deshalb fordern wir von Dresden nach Berlin, diese erneuerbaren Energien schnellstens auszubauen, und setzen uns dafür ein, dass das Vertrauen in die Politik wieder zurückkommt. Herzlichen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei der CDU – Zurufe von der AfD)
