Dr. Rolf Weigand
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Frau Friedel, ich helfe ich ihnen gern noch einmal und komme auf das Beispiel der Maurerklasse zurück: Sie haben die Maurerklasse und setzten dort einen Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung hinein. Wie soll denn der Schüler in dem Klassenverband bestehen? (Sabine Friedel, SPD. Er wird nicht Maurer! Er wird Bauhelfer!) – Ja, aber selbst wenn er Bauhelfer wird, sitzt er in der Klasse mit lauter Schülern, die ihn ausgrenzen. Diese Gefahr besteht doch. (Sabine Friedel, SPD: … die Schüler!) Das hat auch die Anhörung gezeigt. (Sabine Friedel, SPD: Die meisten Menschen sind nicht wie Sie! Die meisten Menschen sind nett!) – Ja, die meisten Menschen. Sie haben noch nie vor einer Berufsschulklasse gestanden und Sie haben auch keinen Berufsschullehrer dagehabt. Zur Anhörung war ein Berufsschullehrer da. Er hat aus seiner 30-jährigen Berufserfahrung gesprochen und erklärt, welche Probleme er sieht, wenn man das genau so voraussetzt; denn es ist bereits jetzt eine große Herausforderung der Lehrer, diese Gruppen zusammenzuhalten. Jetzt bringen sie noch Schüler hinein, die das deutlich erschweren. Das wird den Schülern nicht gerecht, darum geht es doch. Wir befördern doch, das genau solche Problemfelder entstehen, und das sehen wir sehr kritisch. Das wird dem Schüler, der einen Förderbedarf hat, nicht gerecht. Deswegen ist es falsch, diese Änderung im Schulgesetz vorzunehmen. (Beifall bei der AfD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Jetzt spricht Frau Kollegin Neuhaus-Wartenberg, bitte.
