Jörg Urban
Ich würde gern Redezeit nutzen, aber ich habe nur eine kurze Erwiderung an Herrn von Breitenbuch, deshalb mache ich es hier vom Saalmikrofon. – Herr von Breitenbuch, ich freue mich über Ihre Argumentation. Selbstverständlich sitzen wir hier, weil wir nicht nur einfach Politik machen wollen, sondern weil wir Einfluss nehmen wollen auf unser aller Leben. Sie haben vorgetragen, dass es politische Entscheidungen sind, was die Sanktionen angeht. Das habe ich auch vorgetragen. Aber es ist eben nicht so, dass Europa dabei eine einheitliche Politik betreibt, im Gegenteil. Viele Länder beziehen weiter billiges russisches Gas. Viele Länder machen kein Öl-Embargo. Das ist der Unterschied zu diesen Ländern. Ich erwarte von der deutschen Politik, dass wir keinen Sonderweg gehen, uns selber schlechter stellen als die europäischen Mitgliedsstaaten, damit unsere Wirtschaft beschädigen und damit unseren Wohlstand vernichten. Genau darum geht es. Wir wollen Politik machen für unser Land und nicht für irgendwelche hehren Ideale, bei denen unsere Nachbarn sagen: Macht mal ruhig, eure Industrie kann ja gerne zu uns kommen, wenn ihr das wollt, wir machen das nicht mit. Diesen Unterschied gilt es herauszuarbeiten. Wir haben eine Verantwortung für unser Land und nicht für Europa, das sowieso einen anderen Weg geht als wir selber. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Bravo! – Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU, steht am Mikrofon.) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Herr von Breitenbuch, das wäre jetzt auch im Rahmen der Redezeit der CDU-Fraktion, weil Herr Urban keine Kurzintervention gemacht hat.
