Lars Kuppi
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! „Schule ist mehr als Unterricht. Sechs Jahre Landesprogramm Schulsozialarbeit: ein Erfolgsmodell für Sachsen“ – bei diesem Debattentitel habe ich die ganze Zeit überlegt, was ich dazu sagen soll. (Lachen bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Wie soll ich es am einfachsten rüberbringen? Ich persönlich habe seit 2009 keine Erfolgsstory der Regierungsparteien von Sachsen mehr gesehen oder wahrgenommen. Aber zum Thema: Wenn es Berichte über psychische Auffälligkeiten bei Schülern, zum Beispiel wegen der CoronaZeit, gibt – so wie sich Frau Pfeil äußerte –, sollte man dann nicht eher über die aktuelle Politik in unserem Land nachdenken und diese ändern? Das heißt, man sollte nicht mehr Personen einstellen, welche die Probleme lösen sollen, die durch diese aktuelle Politik erst eingetreten sind? (Beifall bei der AfD) Herr Dierks, wir stehen ja bereit, diese Sozialarbeit zu unterstützen und darüber zu diskutieren. Dazu reicht aber diese Aktuelle Debatte nicht aus, weil es viele Probleme gibt, die die Schulsozialarbeit mit sich bringt. Ich frage mich, warum viele Sozialarbeiter laut einer Studie von 2016 auch am Drogenkonsum beteiligt sind. In dieser Studie wurde festgestellt, dass bei den Schulsozialarbeitern 10 % der Studierenden Cannabis, 10 % Amphetamine und weitere 10 % Beruhigungs- und Schlafmittel eingenommen haben. Das sind 30 % in diesem einen Jahr, die mit Drogen zu tun haben. Wir hatten einen Antrag gestellt, dass Schulsozialarbeit auch darauf ausgerichtet sein muss, dass nur Personen daran teilnehmen dürfen, welche nicht vorbestraft sind. Diesen Antrag haben Sie alle abgelehnt. Sie wollen auch Vorbestraften in bestimmten Bereichen den Zugang zu unseren Kindern gewähren, egal, ob sie Drogenkonsum hatten, ob sie Sachbeschädigungen begangen haben. Sachbeschädigung betrifft zum Beispiel auch Graffiti, und so etwas wollen Sie auf unsere Kinder loslassen. Wir stehen gern bereit und würden gern mit Ihnen über die Schulsozialarbeit diskutieren. Dazu reicht leider diese Debatte nicht aus. Aber kommen Sie auf uns zu, und wir sprechen mit Ihnen. (Beifall bei der AfD – Lachen bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD)
