landtag.sachsen.de ↗

Armin Schuster

09.11.2022 Sitzungen 7/59

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Emotional bin ich bei Herrn Wähner, intellektuell bei Herrn Lippmann, nur von mir ist noch nichts gesagt. Ich versuche, beides zu verbinden. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Das ist eine schwierige Situation!) Meine Damen und Herren, Sie als Parlament sind mein Chef. Deshalb dürfen Sie mit mir über alles reden. Aber, liebe Linksfraktion, das tastet die Grenzen an. Wir haben heute schon ein paar Mal über Grenzen geredet, aber der Antrag geht wirklich an eine Grenze. Das hat Herr Wähner schon sehr schön formuliert. Sie haben Glück. Ich bin gebürtiger Rheinländer und Katholik. Wir sind also den Feierlichkeiten eher zugeneigt und gelten als vergnügungssüchtig. Aber immerhin können wir beichten. Als Christdemokrat jedoch, meine Damen und Herren, kommen wir bei der Frage, ob man Feiertage nachholen kann, nicht auf eine Linie. Feiertage sind keine freien Tage. Es sind eigentlich feierliche Tage. Diesen Geist werden wir nicht anfassen. Das ist aber leider der Kern Ihres eigentlich müßigen Antrags. Ein Blick in das Gesetz über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen macht das schon absolut klar. Fällt ein gesetzlicher Feiertag, sagen wir, auf einen Mittwoch, dann wird an diesem Mittwoch nicht aus Selbstzweck nicht gearbeitet. Der Mittwoch ist einzig und allein deshalb arbeitsfrei, um den entsprechenden Anlass würdigen oder feierlich begehen zu können. Ist das Ganze an einem Sonntag – dieses Jahr haben wir den ersten Weihnachtsfeiertag am Sonntag –, dann gibt es dafür keinen Ersatzfeiertag. Wie kann man nur auf diese Idee kommen? Ich habe ja die Befürchtung, dass bei Ihnen gar kein Abgeordneter an diese Idee Hand angelegt hat. Ich weiß nicht, wer das bei Ihnen geschrieben hat. Aber bei dem sollten Sie einmal nachfragen. Wenn jemand, der einen ersten Weihnachtsfeiertag an einem Sonntag begeht, das derart ausschweifend tut, dass er danach noch einen Tag braucht, dann stimmt irgendetwas mit der Dramaturgie bei demjenigen nicht. (Heiterkeit und Beifall bei der CDU –

Protokoll ↗