Sebastian Wippel
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! DIE LINKEN wollen nun also ein Gesetz verabschiedet wissen, wonach Feiertage nachzuholen sind, wenn sie vorneweg auf einen Sonntag gefallen sind. Aber Feiertage sind eben keine Urlaubstage und sie sind kein zusätzlicher Erholungsurlaub, sondern Feiertage dienen dem Gedenken an einen bestimmten Tag, meistens einem Anlass, der in der Vergangenheit gelegen hat. So ein Tag verschiebt sich eben nicht mit den Kalenderjahren. So ist der 3. Oktober eben der 3. Oktober und nicht der 4. und schon gar nicht der 5. Das sollten eigentlich sogar Sie verstehen. Wenn Sie den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober feiern wollen uns Sie feiern den am 4. Oktober, dann haben Sie am 3. Oktober diesen Tag nicht gefeiert. Sie haben sozusagen am falschen Tag gefeiert, nur weil er aus Versehen auf einem Sonntag gelegen hat. Es ist doch hirnrissig, was Sie hier vorhaben. Unabhängig davon ist Ihr Antrag auch völlig leistungsfeindlich. Im Prinzip bedeutet es, dass Sie im Durchschnitt jedes Jahr auf vier Tage Wertschöpfung im kompletten Freistaat Sachsen verzichten wollen. Aber das ist frei nach dem Motto: Wir haben‘s ja. Sie sagen natürlich nicht, dass das, was Sie allerorts an jedermann verteilen wollen, irgendwann erwirtschaftet werden muss. Jetzt sollen die Leute das, was Sie verteilen wollen, noch nicht mal mehr erwirtschaften müssen. Also, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist doch linkpopulistischer Unsinn. (Beifall bei der AfD) Darüber hinaus wollen Sie ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal für den Freistaat Sachsen schaffen: durchschnittlich vier Tage im Jahr extrafrei. Der Buß- und Bettag kostet die sächsischen Arbeitnehmer 0,5 % vom Brutto mehr in der Pflegeversicherung. Wenn Sie jetzt fair sind gegenüber den anderen Bundesländern, müssten Sie diesen Maßstab auch anlegen und es würde bedeuten, dass Sie den Arbeitnehmern, für die Sie ja zu stehen scheinen, noch mal zusätzlich 2 % vom Brutto abziehen müssten, um die Pflegeversicherung zu bezahlen, damit die Damen und Herren frei haben. Ich glaube nicht, dass Sie das mit den Arbeitnehmern abgesprochen haben. Dafür spricht nämlich auch, dass Sie diesen Fakt in Ihrem Gesetzentwurf nicht eingearbeitet und noch nicht einmal irgendwie erwähnt haben. Sie haben schon einiges an schlechter Leistung in diesem Landtag vorgelegt, aber das ist an Schlechtleistung wirklich nicht mehr zu toppen. Es ist wirklich linkspopulistischer Unsinn, und den kann man einfach nur ablehnen. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Wippel sprach für die AfD-Fraktion. Kollege Lippmann spricht nun für die Fraktion BÜNDNISGRÜNE. Bitte schön, Herr Kollege.
