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Christian Piwarz

22.09.2022 Sitzungen 7/57

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich übernehme die Rede gern für den erkrankten Kollegen Schuster. Nur wer weiß, worüber er redet, kann effizient handeln. Deshalb findet die Staatsregierung die Idee einer sächsischen Sportstättenstatistik wichtig und richtig. Warum sage ich das? Wenn fast 650 000 Menschen in unseren über 4 400 Sportvereinen eingetragen sind, dann ist das ein Ausrufezeichen hinter dem Satz: Sachsen kann zusammenhalten! Denn genau das ist die entscheidende, die essenzielle Kraft, die dem organisierten Sport innewohnt. Wir als Staatsregierung sind in der Pflicht, alles dafür zu tun, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Das wird vor dem Hintergrund der Lockdowns der vergangenen beiden Jahre und angesichts neuer Herausforderungen wie der Energiekrise nicht leicht. Umso wichtiger sind jetzt zwei Dinge. Erstens. Wir müssen die Stoßrichtung bei der aktuellen Sportförderung, den starken Förderansatz der aktuellen Haushaltsperiode beibehalten. Zweitens. Wir müssen unsere Fördermaßnahmen und Investitionen zielgenau dorthin lenken, wo sie am dringendsten gebraucht werden. An dieser Stelle kommt der vorliegende Antrag ins Spiel. Für dessen Erarbeitung danke ich den einbringenden Fraktionen. Eine sächsische Sportstättenstatistik kann uns dabei helfen, konkrete Bedarfe vor Ort besser festzustellen. Das ist wichtig; denn egal ob Breiten- oder Leistungssport, für die allermeisten Sportarten braucht es eine vernünftige Infrastruktur. Kanuten brauchen Bootshäuser, Schwimmer entsprechende Hallen, Turner gute Geräte und Fußballer vernünftige Rasenplätze. Meine Damen und Herren! Doch um was geht es bei dem Vorhaben konkret? Die Statistik soll Daten zu sächsischen Sportstätten aus einem breiten Fundus zusammentragen. Dazu gehören insbesondere der Landessportbund, das Statistische Landesamt, die Kommunen und Landkreise, das Innenministerium sowie weitere Institutionen wie die SAB. Zudem soll genau geschaut werden, wie der „Sportstättenatlas des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft“ und das Projekt „Schätzverfahren zu Deutschen Sportstätten“ ebenfalls in die Statistik einfließen können. Für das weitere Vorgehen ist es sehr wichtig, eng mit den betreffenden Partnern zusammenzuarbeiten. Schließlich kann eine solch umfassende Statistik nur mit finanziellem Aufwand und daher gemeinsam erfolgreich sein. Noch in diesem Jahr wird deshalb gemeinsam mit den Kommunen, den kommunalen Spitzenverbänden, dem LSB, den Kreissportbünden und unter Einbeziehung der Expertise aus Wissenschaft und Praxis eine Fachveranstaltung durchgeführt. Ich freue mich, dass der Landessportbund hierfür sowie für die dauerhafte Pflege einer Sportstättenstatistik bereits Interesse signalisiert hat. Uns allen muss aber bewusst sein – und das gehört zur Wahrheit dazu –, dass eine solche Statistik kein einmaliges Projekt ist. Die geplante Sportstättenstatistik muss gepflegt und auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Das ist mit Kosten verbunden, die in den kommenden Haushalten berücksichtigt werden müssen, unabhängig davon, wer eine solche Statistik künftig pflegt oder betreut. Das ändert jedoch nichts daran, dass eine solche Statistik sinnvoll und erforderlich ist; denn nur so erkennen wir künftige Investitions- und Sanierungsbedarfe. Meine Damen und Herren! Die Staatsregierung empfiehlt daher, dem vorliegenden Antrag zuzustimmen. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU sowie vereinzelt bei den LINKEN, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Staatsminister Piwarz sprach für die Staatsregierung. Nun die Frage an die einbringenden Fraktionen bezüglich des Schlusswortes. – Frau Kollegin Kummer, bitte schön.

Protokoll ↗