Luise Neuhaus-Wartenberg
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir erleben gerade vor dem Hohen Hause eine Kundgebung. Zu Recht gehen gerade Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen auf die Straße. Mit Recht machen sie Forderungen auf, die vermutlich schon lange überfällig sind. Die Situation an den Schulen wird da draußen gerade als „Katastrophe“ und „könnte gerade nicht schlimmer sein“ – ein Zitat – beschrieben. Deshalb ist es absolut verständlich, dass die GEW heute zu der Kundgebung mit dem Titel „Raus aus dem Bildungsnotstand!“ aufgerufen hat. Dies parlamentarisch zu begleiten ist meiner Meinung nach sehr vernünftig. Denn ein Notstand sollte ja kein Notstand bleiben. Nur zu sagen, was ist, reicht nicht aus und stellt keine Lehrkraft vor eine Klasse. Ich kann nur sagen, dass mich das, was gerade an den Schulen stattfindet, besorgt. Uns war klar, dass es irgendwann diesen Moment geben wird, den Moment, an dem auch eine Staatsregierung merkt und öffentlich kommuniziert – was ich richtig finde –, dass sporadisches Lückenfüllen, ständige Lippenbekenntnisse und das Nichtanerkennen von realen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nicht mehr funktionieren kann und wir ein echtes, fundamentales Problem haben. Es stehen wirklich nicht genügend Lehrkräfte vor den Klassen. Mittlerweile sind es knapp 3 000 Lehrerinnen und Lehrer, die fehlen. Die Schüler(innen)zahlen sind ungefähr Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)
