Christian Piwarz
Ja, wobei das wirklich sehr differenziert ist und Sie es mir bitte nachsehen, dass ich das nicht alles automatisch im Kopf habe. Doch wir haben vor zwei oder drei Wochen einen sehr umfangreichen Schulleiterbrief an die Schulen gegeben, genau während der Vorbereitung des neuen Schuljahres, in dem es insbesondere um die Schärfung des Verständnisses ging – wonach auch Sie gefragt haben –, was das Primat des Unterrichts mit den ukrainischen Schülerinnen und Schülern ist. Wir haben gesagt, es muss sichergestellt werden – auch wenn wir die Stundenanzahl betreffend nicht den Idealzustand erreichen –, so viel Deutschunterricht wie möglich einzurichten, um mit integrativen Maßnahmen ansetzen zu können. Das ist beispielsweise in diesem Schulleiterbrief sehr umfangreich dargestellt worden sowie die Frage des Übergangs – was ich vorhin beantwortet habe – von der vierten in die fünfte Klasse und ähnliche Geschichten. Wir können den Schulleiterbrief sehr gern den Ausschussmitgliedern zur Verfügung stellen, damit Sie es dort noch einmal nachlesen können. Wir versuchen bereits bestmöglich, die Schulen auf diesem Weg zu begleiten. Zum Schluss geht es um die Frage: Wie organisieren wir stundenplanerisch das nächste Schuljahr und wie verhält es sich mit der begrenzten Ressource Lehrer – insbesondere Lehrer, die Deutsch als Zweitsprache vermitteln können? Wie können wir sie so einsetzen, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst gleichzeitig beschult werden? Ein Beispiel: Wir haben Schulen, die schon lange über VKA-Klassen verfügen und beispielsweise zu 100 % dazu ausreichen, weil sie die Lehrerressourcen entsprechend zur Verfügung haben. Dann gibt es Schulen, die VKAs neu eröffnet haben und nur sehr wenig dazu ausreichen. Dort muss man für ein sinnvolles Miteinander sorgen, dass also der, der im Zweifel 100 % hat, ein Stück abgibt, damit der andere ein Stück nach oben kommt und wir es trotzdem entsprechend gleichmäßig in der Fläche verteilen. Das ist der Ansatz, den wir dort haben. Doch ich würde es dem Ausschuss zur Verfügung stellen und somit allen Kolleginnen und Kollegen. Dann können wir im Ausschuss weitersprechen. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Wir haben noch vier Minuten, also eine schnelle Frage.
