Thomas Prantl
Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Eigentlich hätte ich gedacht, dass es die GRÜNEN sind, die ihre Redezeit hier ausschöpfen und richtig in die Debatte hineingehen. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Haben wird doch!) – Sie haben das vielleicht. Ich habe jedenfalls noch ein paar Minuten Zeit und wollte gerne meinen ersten Eindruck schildern, als ich den Debattentitel gelesen habe. Da habe ich spontan gedacht, man hat sich hier verschrieben: ein Titel, zwei Zeilen, sechs unvereinbare inhaltliche Widersprüche – Klimaschutz, Energiesouveränität, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Klimakrise – in Klammern: weltweit bekämpfen –, Freiheit sichern. Das ist ein klassisches grünes Puzzlespiel, in dem kein einziges Teil zum anderen passt. Hier passt nichts mit nichts zusammen. (Beifall bei der AfD) Auch ohne zu wissen, dass das eine grüne Debatte ist, hätte man es erraten. Gerade in Deutschland müssen wir doch feststellen, dass wir das Land mit der höchsten Dichte an Windrädern und Solarflächen weltweit sind. Welchen Einfluss hatte denn der Zubau dieser sogenannten erneuerbaren Energien auf das Weltklima in den letzten zwei Jahrzehnten? Null, unterhalb der Messbarkeitsgrenze, maximal mit komplizierten Rechenmodellen irgendwie errechenbar, aber in keiner Weise irgendwo praktisch feststellbar. Sie sprechen über Freiheit. Sie sprechen über Souveränität. Ist Ihnen tatsächlich entgangen, dass durch diesen Ausstieg ohne Einstieg – ein deutscher Sonderweg – die Importabhängigkeit von russischem Gas im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland massiv zugenommen hat? Das ist das Ergebnis Ihrer Energiewende. Deshalb sage ich: In diesem Debattentitel passt einfach nichts mit nichts zusammen. Richtig ist, dass die Energiewende die massiven Abhängigkeiten mit ihren verheerenden Folgen erst zementiert hat. Dafür tragen Sie die volle Verantwortung. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Prantl für die AfD-Fraktion. Gibt es jetzt noch Redebedarf? – Nein. Dann bitte Herr Staatsminister Günther, wenn er wünscht. – Er wünscht. Bitte schön.
