Thomas Prantl
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Herzlichen Dank für das hohe Interesse an AfD-Reden. Das gefällt uns gut. Winston Churchill sagte einst: „Lasst niemals eine Krise ungenutzt verstreichen.“ Das haben die GRÜNEN jetzt verinnerlicht und machen richtig Tempo: Landschaft und Natur mit Windrädern und Solarfeldern industrialisieren, die Wirtschaft per Embargo und Sanktionen deindustrialisieren. In der Krise werden viele grüne Träume endlich wahr. Der Bundestag hat letzte Woche das „Wind-an-Land-Gesetz“ beschlossen. Ganze 2 % unserer Landesfläche sollen mit 250 Meter hohen Flatterstrom-Windmühlen zugebaut werden. Das ist zehnmal so viel, wie wir derzeit haben, und wir sind bereits das am dichtesten verspiegelte und verspargelte Land weltweit. Das gebe ich zu bedenken. Sollte dann trotzdem bis 2027 ein Zwischenziel nicht erreicht worden sein, dann droht der Bund selbstherrlich, den 1 000-Meter-Abstand für Windräder kurzerhand zu kippen, natürlich ohne auf die Bürger, die dort leben, oder gar auf die Natur Rücksicht zu nehmen; das versteht sich von selbst. Sie erinnern sich: Es ist genau die Abstandsregel, die von Sachsens Kenia-Parteien nach vielen Monaten Hin- und Hergewurstel mit Schlupflöchern und Ausnahmen gerade erst in Kraft getreten ist. Fällt dieser Abstand, rücken den Bürgern die 300-Meter-Propeller immer näher an die Grundstücksgrenze heran. Wohlgemerkt wird dafür nur der ländliche Raum geopfert; Naturschutz, Landschaftsschutz – grüner Schnee von gestern. Grüner Klimaschutz wird zum Totengräber des Naturschutzes, Herr Staatsminister. (Beifall bei der AfD) Die Grünen sagen dazu „Nachhaltigkeit“. Kommen wir noch einmal zur Kohle: Erst der Ausstieg 2038, dann war von einem Idealfall 2030 die Rede; es konnte nicht schnell genug gehen. Nun wurde letzte Woche im Bundestag sogar der Weg für eine Mehrnutzung von Kohlekraftwerken frei gemacht. Herr Günther, können sich die GRÜNEN bei dieser Ironie der Geschichte überhaupt noch im Spiegel anschauen? Erst nimmt Ihnen Ihre geliebte EU Ihre Kernideologie „Kernkraft? Nein danke.“ mal so mir nichts, dir nichts einfach weg. Kernkraft ist ja jetzt grün, und nun wird auch noch unter einem grünen Energieund Klimaminister die Kohleverstromung wieder hochgefahren. Merken Sie endlich etwas? Ihre Energiewende ist krachend gescheitert. (Beifall bei der AfD) Da können so viele Debatten – und diese Debatte ist ein Zeugnis grünen Realitätsverlustes in Reinkultur – beantragt werden, wie Sie wollen, Sie kommen nun einmal an den Gesetzen der Physik und der Ökonomie nicht vorbei. (Beifall bei der AfD) Aber Achtung: Ermöglicht hat das deutsche Energiechaos allen voran wer? – Die CDU. In Sachsen stellt die CDU mit Michael Kretschmer deshalb auch den mit Abstand besten Ministerpräsidenten, den die sächsischen GRÜNEN jemals hatten. (Lachen und Beifall bei der AfD) Werte CDU, ziehen Sie unser Land noch weiter herunter in die grünen Sackgassen, wird der Preis die Zerstörung von Freiheit und Wohlstand sein. Beenden Sie den grünen Spuk jetzt! Schicken Sie die GRÜNEN in die Produktion! Werte GRÜNE, statt endlich zuzugeben, 20 Jahre lang einem weltweit einmaligen Irrweg gefolgt zu sein, wird was gemacht? Getreu nach Mao Zedong wird ein neuer grüner Großer Sprung nach vorn verkündet mit noch viel mehr und noch viel schnellerem Ausbau von unzuverlässigem, teurem, ökologisch kontraproduktivem Flatterstrom: Eisberg in Sicht, Blackout voraus. Einstein sagte: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Diese Debatte ist die Definition grünen Wahnsinns. (Beifall bei der AfD) Hoffen wir alle für die Bürger unseres Landes und auch für unsere Wirtschaft, dass dieser Große grüne Sprung nach vorn nicht erneut in einem Massenelend endet. Denn das war bisher immer der Endpunkt in der Geschichte kommunistischer Planwirtschaft. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Prantl für die AfD-Fraktion. Gibt es weiteren Redebedarf? – Bitte, Herr Dr. Gerber.
