Dr. Rolf Weigand
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Melcher, mehr Praxis in der Lehrerausbildung haben Sie gesagt. – Sehr gut, das haben wir als AfD gefordert. Wir werden uns auch wieder dafür starkmachen. Da haben wir wieder eine Schnittmenge miteinander. Sie haben gerade gesagt, Herr Gasse, wir würden keine Kompromisse finden. Frau Friedel sagte gestern, sie möchte mehr Wirtschaftsunterricht im Gymnasium haben. Im letzten Bildungsausschuss gab es einen Antrag von uns, der das genauso im Gymnasium will. Da waren wir auch etwas friedfertiger, als hier in der Diskussion miteinander. Den haben Sie damals abgelehnt. Aber das können wir gern noch einmal diskutieren. (Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD) Zur Kompromisslosigkeit, Herr Gasse: Wir stehen auch für das längere gemeinsame Lernen. Wir haben damals bis zur 8. Klasse vorgeschlagen. Ich glaube, das sehen wir etwas anders als Sie. Wir wollen nicht die Trennung nach der 4. Klasse. Wir wollen aber diese Binnendifferenzierung gerade in den Gemeinschaftsschulen, die Sie mitgemacht haben, nicht. Ich möchte noch einmal auf die Experten zurückkommen, auf Dr. Burchardt, der aus NRW berichtet hat. Er hat gesagt, dieses Konzept ist gescheitert. Die nächsten Jahre werden zeigen, was die Gemeinschaftsschulen bringen. Wir alle schauen jetzt in die Glaskugel. Aber ich warne vor dem, was kommen wird. Die Experten aus NRW haben gesagt, dass die Gemeinschaftsschulen die Oberschulen dort platt gemacht haben und die Schüler dann auf das Gymnasium geflohen sind. Vor dieser Sache haben wir die ganze Zeit gewarnt. Das werden wir in den nächsten Jahren sehen. Wir tragen diesen Beschluss nicht mit, weil wir diese Binnendifferenzierung für eine Mär halten. Ich habe damals in der Debatte gesagt, darauf möchte ich noch einmal zurückkommen: Wenn wir uns ehrlich gemacht hätten mit unseren Vorschlägen – – (Holger Gasse, CDU, steht am Mikrofon.)
