Alexander Dierks
Ja, Herr Präsident, ich akzeptiere diese Zwischenfrage sehr gern. Zunächst vielen Dank für Ihren gesundheitspolitischen Hinweis. Ich versuche, ihn jetzt im weiteren Verlauf der Debatte und auch bei der Beantwortung Ihrer Frage zu beherzigen. Ich habe nicht gesagt, dass die Debatte an sich unseriös ist und dass hier der falsche Platz dafür ist, sondern ich habe gesagt, dass es hier der falsche Platz ist, eine Neiddebatte zu führen, die sich auf den Finanzminister bezieht. Denn ich bin der Auffassung: Es bringt niemanden weiter, hier diese Extrembeispiele zu bedienen. (Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE) Ich habe deutlich gesagt: Was wir als Union im Bund vorgeschlagen haben, um strukturell die Menschen in diesem Land einerseits zu entlasten, und auf der anderen Seite dafür zu sorgen, dass wir auf Dauer eine sichere, belastbare und vor allen Dingen auch bezahlbare Energieversorgung haben. Wir streiten uns überhaupt nicht darum, dass der Pfad Richtung erneuerbare Energien konsequent weitergegangen werden muss und dass das die Zukunft ist – ganz ohne Frage. (Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Wir sprechen über das kurzfristige Bewältigen einer so nie dagewesenen Krisensituation, die es uns eben nicht erlaubt, irgendeine Option außen vor zu lassen. Da hilft es eben nicht, immer die Extreme zu bedienen oder auf die bösen Konzerne zu schimpfen, (Beifall des Abg. Andreas Nowak, CDU – Zuruf von den LINKEN: Ein Fan dieser Rede outet sich!) die aus meiner Sicht volkswirtschaftlich immer Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sind. (Vereinzelt Beifall bei der CDU) Es hilft auch nicht, jedes Thema am Ende des Tages so zu bedienen, dass wir in Deutschland eine Realität vorfinden, bei der, wie Sie sagen, die einen auf Geldsäcken sitzen und die anderen gar nichts haben. Dieses Land lebt von einem breiten, eigenverantwortlich agierenden Mittelstand – und diesen wollen wir erhalten. Das ist Gegenstand unserer Vorschläge und das ist die zentrale und große Herausforderung, vor der wir in dieser gewaltigen Krise stehen. Herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU)
