Petra Köpping
Das sind zwei Dinge, von denen wir reden. Das eine ist die Variante BA.5, die im Moment in Portugal hochschlägt und die sehr ansteckend ist. Portugal hat mittlerweile Inzidenzen von 1 800. Heute Vormittag in der Aktuellen Debatte hatte ich bereits den leichten Anstieg, den wir nun auch in Sachsen zu verzeichnen haben, angesprochen. Wir haben bisher noch einen sehr geringen Anteil an BA.5. Es ist immer noch BA.2 oder BA.1. Insofern müssen wir davon ausgehen, dass auch diese Variante in die anderen europäischen Länder übergreift. Das ist das eine. Nun ist es auch eine Variante, die zwar sehr ansteckend ist, die aber gleichzeitig nicht die Gefährlichkeit wie zum Beispiel Delta hat. Das muss man wissen. Das Zweite ist, wie wir uns auf den Herbst vorbereiten. Wir sind diesbezüglich gerade in der GMK, der Gesundheitsministerkonferenz, eng mit dem Bund, dem RKI und dem Paul-Ehrlich-Institut im Gespräch. Es wird derzeit vom Bund eine Strategie für den Herbst erarbeitet. Die ist noch nicht fertig, sie soll Mitte Juni fertig sein, sodass wir diese dann vorstellen und miteinander diskutieren können. Gibt es Maßnahmen, die wir für den Herbst durchführen müssen? Wie sind die kommenden Varianten eingestellt? Gibt es angepasste Impfstoffe, die zum Beispiel besser auf Omikron reagieren? – Das ist noch nicht geklärt. Dazu kann ich Ihnen heute noch keine endgültige Antwort geben. Das werden wir in den nächsten Tagen und Wochen erfahren und sobald es vorliegt, werde ich dazu berichten. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Es spricht erneut Herr Böhme, bitte.
