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Thomas Prantl

AfD 01.06.2022 Sitzungen 7/51

Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Ich möchte noch einmal an § 1 Energiewirtschaftsgesetz erinnern: Energieversorgung muss verlässlich, bezahlbar und umweltverträglich sein. (Marco Böhme, DIE LINKE: Günstigste Energieform! – Holger Hentschel, AfD: Na klar!) Auf Wind und Sonne trifft keines dieser Kriterien zu; sie ist volatil, teuer und extrem flächenintensiv. Kein Wind – kein Windstrom, keine Sonne – kein Solarstrom. Was macht das Kohlekraftwerk, wenn kein Wind weht? Es liefert Strom. Was macht das Kernkraftwerk, wenn keine Sonne scheint? Es liefert auch Strom. Daher ist die Energiewende, die Deutschland betreibt, keine Vorreitergeschichte, sondern eine einsame Geisterfahrt, der in diesem Umfang bisher kein einziges Industrieland in dieser Welt gefolgt ist – im Gegenteil. (Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Dirk Panter, SPD – Gegenruf des Abg. Jan-Oliver Zwerg, AfD) Ich weiß nicht, ob die anderen Länder alles falsch machen, die im Moment 1 400 moderne Kohlekraftwerke oder 90 moderne Kernkraftwerke planen. Aber, Herr Günther, Sie wissen es natürlich besser: Die machen alles ganz, ganz falsch. Wie Sie wissen, komme ich vom Land und möchte gern den Spieß einmal umdrehen. Wann erklären Sie denn endlich Ihren Wählern in den Städten, liebe GRÜNE, dass auch diese ihren Beitrag zur Energiewende leisten müssen? Bisher muss dafür allein der ländliche Raum herhalten. Verteilen Sie doch Ihre Lasten mal auf Wähler bezogen, verteilen Sie die Lasten mal gerecht! Auf dem Land werden grüne Ideen nicht ernst genommen. Machen Sie Ihre Energiewende mal dort, wo Energiewende gewählt wird. Wie wäre es denn mit einem Solarpark Elbwiesen? Von Heidenau über Pillnitz bis zur A 4 ist doch reichlich Platz. (Zuruf des Abg. Ivo Teichmann, AfD) Schlagen Sie das Ihren grünen Wählern einfach mal vor, Herr Löser, Herr Lippmann, Herr Hartmann, Herr Modschiedler und alle, die aus Dresden kommen, oder einen Solar- und Windpark Leipziger Auwald. Zwischen die paar alten Eichen passen doch noch ein paar schöne Windmühlen, 250 Meter hoch. Windkraft über dem Wald – Sie sollten das Ihren Wählern erzählen. Fragen Sie mal nach! (Marco Böhme, DIE LINKE: Die bauen doch Solaranlagen auf die Dächer – was erzählen Sie denn!) Nehmen Sie Ihre grünen Wählerschichten in Dresden und Leipzig in die Pflicht! Wer A zur Energiewende sagt, muss auch B sagen, denn „Not in my backyard“ – nicht vor meiner Tür – so einfach können wir es uns nicht machen. Das hören wir hier ja immer wieder. So scheinheilig wollen Sie doch sicherlich nicht dastehen. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Noch einmal zurück zum Konflikt Steckdose oder Teller. Es ist die schiere Masse der Freiflächen-PV-Anlagen, die wir in Sachsen bekommen und die uns wertvolle Landwirtschaftsfläche und Äcker, die wir zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion für eine unabhängige Versorgung brauchen, langfristig entziehen. Schränken wir unsere Nahrungsmittelproduktion künstlich ein, machen wir uns abhängiger von Nahrungsimporten. Wie gut das bei der Energie geklappt hat, sehen wir ja gerade. Das ist keine Lösung, sondern ein neues Problem, welches wir nicht brauchen. Wir als AfD-Fraktion haben sachorientierte Lösungen angeboten. Wir stehen für eine Wiederbelebung der Kernkraft – emissionsfrei, bezahlbar, versorgungssicher. Gegen den grünen Flächenfraß werden wir weiter kämpfen. Kommen Sie also zur Besinnung und stimmen Sie unserem Antrag zu! Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war Kollege Prantl mit dem Schlusswort für die AfD-Fraktion. Meine Damen und Herren! Ich stelle nun die Drucksache 7/9626 zur Abstimmung und bitte bei Zustimmung um Ihr Handzeichen. – Vielen Dank. Die Gegenstimmen? – Danke schön. Stimmenthaltungen? – Sehe ich keine. Bei vielen Fürstimmen, aber einer größeren Anzahl an Gegenstimmen ist der Antrag abgelehnt worden. Die Drucksache ist nicht beschlossen und dieser Tagesordnungspunkt ist beendet. Erklärung zu Protokoll

Alle Reden von Thomas Prantl Protokoll ↗