Thomas Kirste
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Was wir uns nun in dieser Debatte anhören mussten, ist an frecher Heuchelei erwartungsgemäß nicht zu überbieten. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Das haben Sie schon vorher aufgeschrieben!) Die CDU stellt sich hin und tut so, als hätte sie natürlich alles richtig gemacht. (Sören Voigt, CDU: Richtig!) Frau Leithoff, in Ihrer Begründung war zu hören, dass wir ein Verdachtsfall sind, dass das abzulehnen sei, weil wir Ihrem Genderpapier irgendwo zustimmen. Dass wir uns im Wahlkampf befinden, haben Sie immer wieder gesagt. (Zurufe von der CDU – Zuruf des Staatsministers Christian Piwarz) Es scheint so, dass sie Angst davor haben, dass wir eine Menge Landratsmandate gewinnen. Aber dann ist es für Sie vielleicht besser, wenn wir hier weniger Leute haben – leider, denn auf einige würde ich hier ungern verzichten. Vielleicht ist auch genau das der Grund – Ihre verdrehten und verqueren Einstellungen –, dass immer mehr Menschen uns als AfD das Vertrauen schenken. (Susan Leithoff, CDU: Ihnen?) Ich komme nun zu der Hochschule. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) An der Hochschule hätte man ganz klar gesagt: Ihre Rede, Frau Leithoff, war am Thema vorbei. (Staatsminister Christian Piwarz: Kommen Sie mal zum Thema!) Den Spagat, den Sie hier immer wieder hinlegen, können Sie nicht auf ewig aufrechterhalten. Entweder Sie lassen zu, dass in Ihren Ministerien munter weiter gegendert wird, oder Sie halten sich endlich an Ihr eigenes Positionspapier. Es war Ihr Positionspapier. Da waren Sie noch nicht da, Herr Schuster. (Martin Modschiedler, CDU: Da haben Sie gerade nicht zugehört!) Beides zugleich ist einfach nicht möglich. Ich kann Ihnen aber wirklich versprechen: Wir werden künftig ganz genau beobachten, wie sich Ihre Regierung beim Gendern verhält. (Zuruf der Abg. Susan Leithoff, CDU) Von den LINKEN und den GRÜNEN kam heute natürlich nichts anderes als Ideologie und Polemik, das war klar; und auch die restlichen Beiträge gingen irgendwo am Thema vorbei. (Susan Leithoff, CDU: Vor allem Ihrer!) Frau Buddeberg, vielleicht noch eine Sache: (Zurufe von der CDU) Sie sagten, in irgendeinem Radiointerview hätten Sie gehört, 14 % der Sachsen seien für die Gendersprache. Das ist eine kleine ideologische Gruppe. Wir als AfD sind für die Mehrheit der Bürger da, (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Ach!) und wir wollen, dass das, was die Bürger wollen, im Parlament umgesetzt wird. Dafür wurden wir gewählt. (Beifall bei der AfD) Frau Kliese, Sie hatten völlig recht mit den Minderheiten. Ich empfehle Ihnen einmal, die Anfrage meines geschätzten Kollegen Timo Schreyer zu lesen. Die Nummer – notieren Sie es bitte – ist die 7 Bindestrich 7316. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Schrägstrich, kein Bindestrich! – Heiterkeit) Dort geht es um die Obersorbische Sprachkommission, und die Obersorbische Sprachkommission lehnt nämlich die Gendersprache ab. Damit sind wir bei den Minderheiten, die das auch gar nicht wollen. Niemand braucht diesen Mist. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE – Heiterkeit – Weitere Zurufe) Liebe CDU, wenn Sie unseren Antrag heute ablehnen, – Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Kirste, Ihre Redezeit ist zu Ende.
