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Sarah Buddeberg

Die Linke 05.05.2022 Sitzungen 7/50

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleg(inn)en! (Beifall bei den LINKEN und vereinzelt bei der SPD – Oh-Rufe bei der CDU und der AfD) Was soll ich zu dieser hässlichen Debatte sagen? – Vielleicht zuerst einmal, dass sich die AfD bei dem, was sie für parlamentarische Arbeit hält, im Niveaulimbo noch einmal selbst unterboten hat. (Dr. Rolf Weigand, AfD: Oh!) Was es noch mit Oppositionsarbeit zu tun hat, dass man hier die Forderung aufstellt, Positionspapiere der CDUFraktion umzusetzen, das müssen sie vielleicht einmal intern klären. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Genau! Das frage ich mich auch! – Widerspruch von der AfD) Nur nebenbei bemerkt: Es gab auch ein anderes Positionspapier, das kurz zuvor veröffentlicht worden ist, zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es ist komisch, dass Sie nicht dessen Umsetzung fordern. (Ministerpräsident Michael Kretschmer: Eben! – Zuruf: Richtig!) Man sieht also, der Antrag ist in allererster Linie Klamauk. Das Thema ist mir, das wissen Sie, sehr ernst. Ich könnte natürlich auch heute ein flammendes Plädoyer für geschlechtergerechte Sprache halten, wie ich es in der letzten Debatte getan habe. Ich beschränke mich einmal auf den zentralen Gedanken in der Rede: Geschlechtergerechte Sprache ist eine zivilisatorische Errungenschaft, (Lachen der Abg. Gudrun Petzold, AfD) sie ist ein sprachlicher Akt der Empathie und der Solidarität. (Beifall bei den LINKEN und vereinzelt bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Aber, na ja, Empathie und Solidarität, das sind natürlich Fremdwörter für die AfD. Dabei steigen Sie gedanklich schon aus. Ich werde aber auch nicht müde zu sagen: Es geht eben nicht nur um Sprache. Das, was Sie hier machen, ist, einen Kulturkampf zu betreiben mit dem Ziel, binäre, Trans- und Interpersonen unsichtbar zu machen, sie sprachlich auszulöschen. Wie brutal und hasserfüllt das sein kann, das mussten wir mit ansehen, als Beatrix von Storch, die Bundestagsabgeordnete, Tessa Ganserer angegriffen hat, indem sie sie mit ihrem Deadname, also mit ihrem abgelegten Namen, angesprochen hat, indem sie sie mit dem falschen Geschlecht bezeichnet und diese mutige Frau mit allen Mitteln verbal gedemütigt hat. (Sebastian Wippel, AfD: Biologisch gerecht! –

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