Sebastian Gemkow
Mit Sicherheit kann es in den jeweiligen Einzelfällen zu ganz erheblichen Problemen kommen, allein schon bei der Frage der Rückkopplung in die eigene Forschungseinrichtung, oder zu Problemen bei der Beschäftigung mit Forschungsgegenständen, wenn es zum Beispiel notwendig ist, in Archive in den jeweiligen Regionen zu gehen. All das ist natürlich in dieser Situation schwierig. Wenn ich Beispiele, die wahrscheinlich eher im geisteswissenschaftlichen Bereich eine Rolle spielen könnten, nenne, so wird schnell deutlich, wie mannigfaltig und verschieden diese Probleme in den jeweiligen Lebenssituationen sein können. Das heißt, ja, mit Sicherheit haben all diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forscherinnen und Forscher große Schwierigkeiten mit der jetzigen Situation, aber es ist individuell und lässt sich nicht verallgemeinern. Dass es in hohem Maße tragisch und traurig ist, ist uns allen bewusst. Trotzdem, denke ich, war es ein richtiger Schritt der Hochschulen, zu signalisieren, dass das, was jetzt in der Ukraine passiert, inakzeptabel ist und man das nicht so geschehen lässt. Deshalb diese klaren Signale, auch wenn dies dazu führt, dass über Jahrzehnte gewachsene Beziehungen, die gerade an der TU Bergakademie Freiberg sehr deutlich zutage treten, dadurch zerstört werden. Aber das sind die Preise, die wir jetzt alle miteinander für dieses inakzeptable Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine zahlen. (René Hein, AfD: Und die russischen Studenten?) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank. Am Mikrofon 1 Anna Gorskih, bitte, für Fraktion DIE LINKE.
