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Sebastian Gemkow

05.05.2022 Sitzungen 7/50

Ich danke auch für diese Frage. Es ist, wie ich es gesagt habe, so, dass wir zunächst alle Einrichtungen abgefragt haben, was ihre Unterstützungsangebote betrifft. Von Einzelnen weiß ich das schon aus dem direkten Austausch. Es sind unheimlich viele Angebote, die unterbreitet werden; je nachdem, welche Bewirtschaftungsspielräume in den einzelnen Einrichtungen vorhanden sind. Ich weiß zum Beispiel vom GWZO in Leipzig, das sich mit der Geschichte des mittleren und östlichen Europas beschäftigt, dass dort Spielräume genutzt wurden, um sehr kurzfristig ukrainische Wissenschaftlerinnen einzustellen und ihnen damit die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Forschungsgegenstände weiter zu betreiben. Man schaut dann auch, wie man in den bestehenden Forschungsprojekten und Forschungsthemen Anknüpfungspunkte schaffen kann, um eine sinnvolle Weiterentwicklung dieser Projekte zu ermöglichen. Ansonsten sind es, wie gesagt, die Möglichkeiten, die auch der Akademische Austauschdienst zur Verfügung stellt. Die EU hat unter dem Stichwort „Era4Ukraine“ ein Informationsportal zu Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für Forscherinnen und Forscher aus der Ukraine geschaffen, das auch für die Hochschulen und die Forschungseinrichtungen von Interesse ist. Es sind natürlich auch aus Sicht des Wissenschaftsministeriums stabile Arbeitssituationen aus der Europaforschung und ihrer Einrichtungen im Kontext des Ukrainekrieges, die zwar bisher eher auf die historischen Disziplinen ausgerichtet sind, sodass möglichweise die aktuellen Bewertungen nicht in dem Maß vorgenommen werden können, wie wir uns das wünschen; aber jedenfalls sind es auch hier starke inhaltliche Impulse, die aus diesen außeruniversitären Forschungseinrichtungen gesetzt werden können, um das Thema insgesamt zu bewältigen. Denn es geht ja nicht nur um die Unterstützung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch um die Frage: Wie können die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die Hochschulen zur Bewältigung dieser Krise und zu unserem Verständnis besser beitragen? Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank. Die AfD-Fraktion, bitte.

Protokoll ↗