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Georg-Ludwig von Breitenbuch

CDU 05.05.2022 Sitzungen 7/50

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte kurz auf die Redebeiträge der anderen Kolleginnen und Kollegen eingehen. Herr Prantl, wir stehen zu dieser Koalition, wir sind vertragstreu. (Zuruf von der AfD: Wo?) Aber wir machen die Unterschiede deutlich – das zu Ihrer Bemerkung vorhin vom Mikrofon. Zu Kollegin Mertsching – wo sitzt sie denn? (Zurufe) Sie ist schon weg. (Luise Neuhaus-Wartenberg, DIE LINKE: Dort hinten!) Ach, dort. Gut, alles klar. – Sie hatten von Panikmache gesprochen, was die Märkte angeht. Dazu möchte ich Ihnen widersprechen. Es ist bei den Märkten so: Wenn die gesättigt sind, laufen die in der Landwirtschaft ruhig. Wenn aber ein Korn zu wenig auf der Welt ist, gibt es eine enorme Spirale. Wir hatten das ungefähr vor zehn Jahren schon einmal in Mexiko, als die Tortillas nicht mehr mit Mais bestückt werden konnten, weil es zu teuer wurde. Das explodiert, weil es die Knappheit eines Grundversorgungsgutes ist. So weit aus der Erfahrung. Deshalb ist der Hinweis auf die schnelle Verteuerung keine Panikmache, das ist eine reale Gefahr. Kollege Winkler hat es angesprochen. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Das ist Kapitalismus! – Beifall bei der AfD) Zu Herrn Kollegen Zschocke und dem Thema Spekulanten: Die Spekulanten zeigen nur etwas auf, was ist, nämlich eine Knappheit; deshalb die Verurteilung von Spekulanten. Ich mache das nicht; denn aus der Historie wissen wir, wie das benutzt wurde, um irgendwelche fernen Mächte darzustellen, die irgendwie mit Geld gegen den normalen Bürger, gegen die normale Bürgerin agieren. Bei diesem Bild ist mir historisch im Hinterkopf, dass es missbraucht worden ist. Wir sollten mit dem Thema Spekulationen vorsichtig sein. Es wird nur eine Knappheit aufgezeigt, die da ist und mit einem Geschäft deutlich gemacht wird. Nur mit einem Geschäft tut es weh, und damit gibt es die Korrektur, wenn diese Korrektur geboten ist. Das vielleicht der marktwirtschaftliche Hintergrund. Zu Randflächen sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich halte es für richtig, Randflächen zu nutzen, wenn es auf der Welt nötig ist. Sie sehen das anders, wir bleiben dazu im Dissens. Auf die Tierhaltung und die wichtigen Kreisläufe, die eigentlich historisch nötig gewesen sind, um die Landwirtschaft auch in Sachsen nach vorne zu bringen, bin ich eingegangen. Wir haben eine Situation, dass wir in Sachsen zu wenig Tiere auf der Fläche haben. Wir könnten anteilig viel mehr Tiere halten. In anderen Gegenden Deutschlands ist das anders. Das muss man, glaube ich, noch einmal deutlich machen, wenn man die Diskussion hier im Sächsischen Landtag führt. Ich freue mich immer, wenn die Landwirtschaft auf der Fläche vielfältig ist und damit eine hohe Biodiversität auf der Fläche in jedem Betrieb vorhanden ist. Alles, was zusätzlich ermöglicht wird und möglich bleibt, dient dazu, hier auf der Fläche unterschiedlich zu wirtschaften. Dazu dient meines Erachtens auch die Tierhaltung. Wir wollen, dass die Landwirte motiviert sind und letztendlich für uns die Aufgaben, die die Menschheit ernährungstechnisch hat, mit löst. Das heißt, wir sollten mit den Landwirten arbeiten und nicht gegen die Landwirte. Die Landwirte sollten das Gefühl haben, wir sind für die Landwirtschaft da und wollen sie nicht ärgern. Die Landwirte können etwas, sie sind bodenständig, sie sind innovationsfreudig und sie sind in sich sparsam, was auch den Ressourcenschutz fördert. Höfe mit Zukunft sind unser Ziel. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU, der SPD und der Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege von Breitenbuch sprach für die CDU-Fraktion. Gibt es weiteren Redebedarf? – Kollege Dornau für die AfD-Fraktion. Sie können gerne die vierte Rednerrunde eröffnen. Bitte schön.

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