Antonia Mertsching
... die Bevölkerung ernähren!) Der Krieg in der Ukraine darf nicht als Vorwand benutzt werden, um in der Agrarpolitik die Zeit zurückzudrehen; das ist bereits durch meinen Vorredner deutlich geworden. Die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland ist gesichert. Dessen sind wir uns alle – zumindest fast alle – sicher. Die Auswirkungen auf die Land- und Ernährungswirtschaft werden auf EU-, Bundes- und Landesebene ständig beobachtet und es wird entsprechend reagiert, wenn es erforderlich ist. Ob der Umbau der Nutztierhaltung, die Umsetzung der Nitratrichtlinie oder regenerative Energien in der Landwirtschaft – all das bleibt notwendig und richtig und darf nicht unter dem Vorwand dieses furchtbaren Krieges ausgesetzt werden. Krieg und Klima – das ist bereits von meinem Kollegen Volkmar Zschocke gesagt worden – dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Leider haben das noch nicht alle politischen Kräfte in Deutschland verstanden und verstricken sich stattdessen in Scheindebatten. Jetzt ist allerdings nicht die Zeit für Zuspitzungen, sondern für sachliche und ernsthafte Diskussionen. Zur sozialpolitischen Dimension komme ich in der zweiten Runde. Danke. (Beifall bei der SPD, der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE, und vereinzelt bei der CDU) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Winkler sprach für die SPD-Fraktion. Wir steigen jetzt in eine zweite Rednerrunde ein. Für die AfD-Fraktion spricht Kollege Prantl.
