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Thomas Kirste

AfD 04.05.2022 Sitzungen 7/49

Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, wir sind uns alle einig – das kulturelle Selbstverständnis der Kinder- und Jugendlichen ist zu fördern und sollte sie neugierig auf kulturelle Angebote und die eigene Tradition machen. Eine Kunstlehrerin erzählte mir kürzlich, wie sie Anfang der Neunzigerjahre eine Jugendkunstschule in Dresden, übrigens als eine der ersten, mit aufgebaut hat. Sie sprach ganz begeistert vom Puppentheater sowie den Mal-, Tanz- und Musikkursen, die von den Kindern freudig angenommen wurden. Sie sprach vom Enthusiasmus und der Aufbruchsstimmung zur damaligen Zeit. Das Wichtigste dabei war für sie nach dem Ende der DDR: Endlich war die Schule ideologiefrei möglich, nämlich ohne Basteln von Mainelken oder roten Fähnchen und ohne Pionierlieder und die Huldigung der SED; (Beifall bei der AfD) einfach nur Kunst und Kultur im Unterricht gestalten. Liebe CDU, mit Ihrem Antrag zeigen Sie einmal mehr, wie Sie sich vom links-grünen ideologiedurchtränkten Ungeist durch die Manege ziehen lassen. (Zurufe von der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN: Oh!) Ja, warum lassen Sie sich von Ihren links-grünen Koalitionspartnern immer wieder durch die Manege ziehen? Warum? (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Gibt es eigentlich Geld für die Formulierung, weil Sie die immer in die Reden einbauen?!) Da kommen wir zum Punkt, nämlich erstens: In die Angebotserweiterung der Jugendkunstschulen soll nun der Landesverband Soziokultur einbezogen werden. In einem Landesverband, der in Jugendkunstschulen wirken will, sollten sich jedoch keine links-grün-ideologischen Künstler tummeln. Wie wollen Sie in den Jugendkunstschulen ideologiefreie Kulturvermittlung zukünftig sicherstellen? Oder wollen sie genau das mit der Aufnahme des Landesverbandes Soziokultur erreichen, um sich Ihren links-grünen Bündnispartnern wieder anzubiedern? (Sören Voigt, CDU: Da klatschen nicht mal Ihre eigenen Leute! Hören Sie das?) Was ist eigentlich Kunst? Darüber lässt sich bekanntlich trefflich streiten. (Sören Voigt, CDU: Eben!) Auf keinen Fall ist Kunst aber eine ideologisierte Soziokultur; denn Soziokultur vermittelt soziale und kulturelle Werte gesellschaftlicher Gruppen, also das, was nur diese als moralisch gut empfinden. Sie kaufen sich links-grüne Ideologie mit Ihrem Landesverband Soziokultur (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Zum vierten Mal in der Rede, zum vierten Mal!) in die Jugendkunstschulen ein. – Genau. Deshalb nenne ich Ihnen auch ein Beispiel, Herr Lippmann: Wenn ein Schauspieler unter dem Titel „Bleiberecht“ versucht, den Schülern über die ausnahmslos moralische Ebene kritiklose Willkommenskultur als alternativlos und bereichernd zu vermitteln, dann ist das vielleicht Ihre Einstellung, liebe Staatsregierung, aber keinesfalls eine ideologiefreie und keinesfalls unsere. (Sören Voigt, CDU, steht am Mikrofon.) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie eine Zwischenfrage, Herr Kollege, an Mikrofon 4?

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