Susanne Schaper
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Als ich den Antrag gelesen habe, musste ich wirklich mit dem Kopf schütteln. Ich bin mir jetzt nicht sicher, was Sie damit bezwecken wollen. Scheinbar wollen Sie mit dem Antrag Aktivitäten vortäuschen, weil wir als Fraktion DIE LINKE bereits im Februar einen Antrag zur Verbesserung des Familienpasses eingebracht haben, (Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE) und das ist weit mehr, als nach den Sternen zu greifen. Der vorliegende Antrag der Koalition ist im Grunde nichtssagend. Im ersten Abschnitt werden statistische Daten abgefragt, im zweiten Abschnitt soll geprüft werden. Aber, meine Damen und Herren, da „haut es doch die Miez‘ vom Baum“. (Heiterkeit bei den LINKEN) Sie sind doch die Regierungskoalition! Sie können doch einfach handeln. (Simone Lang, SPD: Ach so!) Sie brauchen doch keinen Antrag zu formulieren, um von den von Ihnen geführten Ministerien statistische Daten zu erhalten (Zuruf von der CDU: Ja, das muss uns mal einer sagen!) oder um zu prüfen, ob man dieses oder jenes im Familienpass ergänzen kann oder nicht. Das können Sie doch einfach tun – meine Güte! (Staatsminister Christian Piwarz: Wir wollten mal Ihre Meinung hören!) Dass das nicht passiert, finde ich wirklich enttäuschend; denn gerade jetzt wäre eine Verbesserung des Familienpasses so wichtig. (Zuruf des Abg. Albrecht Pallas, SPD) Es sind ja „nur“ zwei Jahre Corona, die nun hinter uns liegen. Gerade für die Familien war und ist diese Zeit ganz besonders belastend. Angesichts dessen jetzt nur so schnell zu handeln, wie die in Sachsen weit verbreitete KellerGlanzschnecke sprintet, (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Wie?) ist einfach unangemessen; denn viele Eltern sind einfach nur erschöpft nach diesen anstrengenden zwei Jahren: Schule auf, Schule zu, Lockdown, die ganze Familie arbeitet, lernt und spielt zu Hause, Freunde treffen ist kaum möglich. All das hat bei vielen Familien – wie bei jeder und jedem von uns – auch zu Spannungen geführt. Viel wurde den Eltern und Kindern abverlangt. Was viele Familien jetzt brauchen, ist Erholung, eine schöne gemeinsame Zeit, um sich als Familie zu erleben – zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug ins Grüne. Frau Saborowski hat einiges geschildert. Frau Pfeil, vielleicht gibt es ja im Kommunalfinanzausgleich auch noch Gelder für Schlösser und Burgen in Plauen, oder um nachmittags durch den Schlosspark Pulsnitz schlendern zu können, und, und, und. (Unruhe – Staatsminister Christian Piwarz: Pillnitz!) – Pillnitz, genau. Ich war bei den Pfefferkuchen; das ist Pulsnitz. (Heiterkeit –
