Thomas Schmidt
Erst einmal zur Erklärung: simul+ ist keine Förderrichtlinie, das besteht aus verschiedenen Teilen. Der erste Teil, den es am längsten gibt, ist der Wissenstransfer. Der Ansatz war – darum heißt er simul+ –, gemeinsam ein Plus, einen Mehrwert zu erreichen, Wirtschaft, Wissenschaft, Zusammenbringung und neue Ideen entstehen zu erlassen. Das hatte mit Förderung nichts zu tun. Das wird immer unter Themen gestellt, um dann in einem möglichst offenen Prozess neue Ideen entstehen zu lassen. Der zweite Teil, über den ich vorhin gesprochen habe, ist der Wettbewerb. Wir haben verschiedene Module in diesem Wettbewerb und oft sind das Dinge, die sehr schwer in Förderrichtlinien hineinpassen. Deshalb ist es meines Erachtens auch so erfolgreich. Man muss nur sehr darauf achten – darauf legen wir Wert –, dass es am Ende auch umgesetzt wird. Dass es also nicht nur eine Prämie bekommt und dann die Umsetzung nicht folgt, das ist natürlich nicht in unserem Sinne. Wenn dort ein Verein, eine Privatperson oder ein kleines Unternehmen einen Wettbewerbsbeitrag einreicht, dann ist das aufgrund der kleinen Summen oftmals sehr schwierig. 5 000 Euro sind für einen Verein sehr viel, aber für ein Förderprogramm 5 000 Euro über die SAB oder wo auch immer abzuwickeln – da ist wahrscheinlich ein Vielfaches an Verwaltungskosten aufzuwenden. Deshalb ist dieser Ansatz des Wettbewerbs dort meines Erachtens sehr gut. Das durch ein neues Förderprogramm zu ergänzen, halte ich trotz allem für schwierig, da wir dort sehr viel Geld aufwenden müssen, um das am Ende richtlinienkonform umsetzen zu können. Es gibt auch die großen Preise, die bis zu 250 000 Euro – zumindest diesmal – betragen. Dazu werden Verträge abgeschlossen, mit denen spezielle Dinge umgesetzt werden. Mir fällt dazu ein Projekt ein, bei dem es darum ging, die Schulen durch eine Art UTP – wenn Ihnen der Begriff noch etwas sagt; aber dazu sind Sie wahrscheinlich zu jung –, also die Verbindung von Wirtschaft und Bildung herstellt und diese Schulen diesbezüglich unterstützt. Ich glaube, sie haben 200 000 Euro bekommen, um so etwas aufzubauen und zu starten. Es ist aber auch wichtig – das ist meines Erachtens der richtige Ansatz –, die Wirtschaft einzubeziehen und zu sagen: Leute, wenn ihr Technikinteressierte haben wollt, die dann ins Handwerk oder in die Industrie gehen, dann werdet doch unser Partner, unterstützt das sowohl mit Personal, vielleicht auch mal mit einem Vortrag, oder aber auch mit der einen oder anderen finanziellen Möglichkeit. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit, Herr Minister!
