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Martin Dulig

SPD 23.03.2022 Sitzungen 7/46

Ich bin ans Mikrofon getreten, weil ich beschämt bin. Ich bin beschämt, weil ich nicht weiß, wie ich den Menschen, die hierher geflüchtet sind, erklären soll, was Sie gerade gesagt haben. Sowohl in unserem Land als auch in Polen, der Slowakei oder Moldau kommen Menschen an, die unfassbares Leid auf sich genommen haben. Sie haben eine Rede gehalten, in der Sie am Anfang zwar den Krieg verurteilt haben, aber dann in einer nicht vorstellbaren Art und Weise relativiert haben. Es gibt für diesen Angriffskrieg keine Rechtfertigung und keinen Grund zur Relativierung. Den gibt es nicht. (Beifall bei der SPD, der CDU, den LINKEN und den BÜNDNISGRÜNEN – Widerspruch von der AfD) Ihre Rede klang mehr nach der Propaganda – – (Widerspruch von der AfD) – Nennen Sie sich doch fünfte Kolonne Moskaus. (Beifall bei der SPD, der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN – Widerspruch von der AfD – Zuruf von der AfD: Ich nenne nur Gerhard Schröder!) – Ich bin auch wegen Gerhard Schröder beschämt. (Zuruf von der AfD: Super!) Sie bringen in Ihrer Rede all Ihre Ideologien mit hinein, in einer Situation, in der es darum geht, dass dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird, dass es keinen Grund für Relativierungen gibt, dass ein Land, welches sich im Kriegsrecht befindet, Maßnahmen ergreifen muss, um Menschen zu schützen. Wir sollten hier mit großer Solidarität dazu beitragen, den Menschen zu helfen.

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