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Barbara Klepsch

10.02.2022 Sitzungen 7/45

Zwei Fragen! Vielen Dank. Theaterpakt, also Kulturpakt. Noch einmal kurz dazu: In unserem Koalitionsvertrag steht die Entfristung, wir – oder ich – haben dazu bereits die Gespräche mit den Trägern geführt. Ich glaube, es ist ein ganz klares Signal, dass die Entfristung des Kulturpaktes kommen muss, und diese Forderung kommt auch von allen Trägern des Kulturpaktes. Wir wissen, dass die Finanzierung dort im Verhältnis 70 % zu 30 % erfolgt. Auch darüber hinaus werden gerade Gespräche geführt: Die Entfristung ist das eine, eine Erhöhung wäre das andere. Wir sind dabei, darüber weitere Gespräche mit den Trägern zu führen. Hier kann ich dem künftigen Haushalt nicht vorgreifen – ich sehe, der Finanzminister sitzt in dieser Runde; er wird das jetzt nicht gern hören –, aber natürlich ist auch diese Frage berechtigt. Kulturpakt entfristen wäre das eine, aber eine Dynamisierung einzubauen das andere. Wie gesagt, diese Gespräche laufen und der Haushalt wird dann zeigen, was möglich ist. Herr Sodann, die andere Frage betraf irreparable Strukturen. Ja, wir haben versucht, unsere Einrichtungen im Freistaat Sachsen – die freien Träger, die kommunalen Einrichtungen und auch die staatlichen Einrichtungen – durch die Krise hindurchzubekommen. Die kommunalen setze ich jetzt einmal in Klammern. Das war das Erste, was für uns Priorität hatte. Aber wenn wir genauer hinschauen, geht es ja nicht nur um Einrichtungen, sondern es geht auch um die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dort arbeiten. Das Signal, das der Kultursenat gesetzt hat, höre ich überall – egal , wo ich bin – und ganz extrem in der Klubbranche: Mitarbeiter haben den Bereich verlassen und mussten in andere Bereiche wechseln, weil es sonst für sie finanziell gar nicht mehr möglich gewesen wäre. Wir haben mit dem Denkzeit-Programm sicher einen guten Aufschlag gemacht, um dort kurzfristig und schnell zu handeln und zu helfen. Sicher haben die vielen Programme des Bundes und des Landes – ich habe von über 100 Millionen gesprochen – dazu beigetragen, dass wir viel erhalten konnten, aber eine belastbare Aussage, welche Mitarbeiter die Branche verlassen haben, kann ich Ihnen nicht geben. Wir werden jedoch in den Kulturdialog einsteigen, und spätestens dann werden wir merken, was konkret vor Ort passiert ist. Dieses Aus-dem-Bereich-Herausgehen höre ich ja nicht nur im Bereich Kultur; da blicke ich nur in Richtung Gastronomie/Hotellerie. Das zieht sich ja durch alle Bereiche, die ich auch in meiner Verantwortung habe, wie ein roter Faden. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Frau Dr. Maicher, bitte

Protokoll ↗