Barbara Klepsch
Vielen Dank. Das Thema hat uns in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt. Zunächst möchte ich kurz daran erinnern, dass wir uns mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einem Verbund von 15 Museen befinden und wir sehr unterschiedliche Werke besitzen, insgesamt 1,5 Millionen. Wenn wir uns das Völkerkundemuseum anschauen, ist das ein Museum, welches unter dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig firmiert. Seit dem Jahr 2004 stehen sie unter dem Thema der Staatlichen Ethnografischen Sammlungen Sachsen; dort sind sie schon so zusammengefasst. Das Museum in Leipzig bemüht sich, eine individuelle Erkennbarkeit und zugleich eine Sichtbarkeit unter dieser Dachmarke der drei Museen im Grassi-Komplex zu erarbeiten. Die Bundeskulturstiftung hat für Leipzig, aber auch für Hamburg und Stuttgart Mittel zur Verfügung gestellt, um genau diesen Prozess finanziell zu begleiten. Das Museum hat sich mit der SKD dafür entschieden, dass es hier einen sehr breit aufgestellten Prozess geben soll; dass Interessierte eingebunden werden; dass es einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt wird; dass die Stadtgesellschaft eingebunden wird; dass dies eine ergebnisoffene Diskussion ist. An dieser Stelle würde ich Wert darauflegen, über Inhalte und Zukunftsstrategien zu diskutieren. Dass dies ein offener Prozess ist, zeigt auch, dass man noch keine Vorentscheidung darüber treffen kann, in welche Richtung das Museum für Völkerkunde geht. Ich möchte diesen offenen Prozess – hier können sich alle einbringen – gern mitbegleiten oder hier zur Seite stehen. Dieser Prozess wird die nächsten Monate andauern, man sollte dem also nicht vorgreifen. In der Diskussion, die ich in den letzten Wochen teilweise erlebt habe, hat man das Ergebnis quasi vorweggegriffen. Das wird dem Prozess nicht gerecht. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Herr Sodann.
