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Barbara Klepsch

10.02.2022 Sitzungen 7/45

Wir wissen – und können es tagtäglich in den Presseberichten nachlesen –, dass die Coronakrise noch lange nachwirken wird. Gerade für den Bereich Tourismus rechnen wir damit, dass nicht vor 2024/2025 annähernd das Vorkrisenniveau erreicht wird, und im Bereich Kultur werden sich die Schatten natürlich auch noch auf die nächsten Jahre legen. Was können wir tun? Wie schnell kommt das Publikum zurück? – Das sind Fragen, die wir uns stellen. Wie können wir Sponsoren wiedergewinnen? – Auch das spüren wir; dass man sich zurückgezogen hat. Welche Investitionen konnten oder können wegen weniger Einnahmen nicht getätigt werden? – Das alles sind wichtige Fragen, die wir uns stellen und beantworten müssen. Uns geht es darum – ich glaube, das ist mitunter die erste Priorität –, alles dafür zu tun, dass die kulturelle Infrastruktur erhalten bleibt, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben, dass Bildungsangebote erhalten bleiben, dass die Infrastruktur weiterhin funktioniert. Dazu werden wir auch mit den Kommunen ins Gespräch kommen. Es wird um die Frage gehen: Wie können wir die ländlichen Räume unterstützen? Das Thema Entfrachtung; der Kulturpakt war, denke ich, ein wesentlicher Schritt. Was brauchen die Kulturräume, um zu überleben? Wenn ich an das Gespräch mit den Landeskulturverbänden denke, war dort das Thema Nummer eins: Wir brauchen eine sichere, verlässliche Finanzierung. Überlebenswichtig wäre für mich als erstes Signal, dass wir in diesen Bereichen nicht von großen Kürzungen sprechen – wir befinden uns ja gerade vor den Haushaltsverhandlungen –, sondern weiterhin von einer soliden Grundfinanzierung ausgehen können; denn das ist für alle Kulturpartner, aber auch die Touristiker, überlebenswichtig. Wenn ich von „Kulturpartnern“ spreche, bedeutet das natürlich ebenso, dass unsere touristischen Destinationen diese Grundfinanzierung brauchen, um wieder in den Regionen werben zu können und Kulturtourismus vor Ort wieder lebendig entstehen zu lassen. Unser LTV ist ein wichtiger Partner. Dort sind in diesem Jahr Projekte initiiert worden, die in das nächste Jahr weitergehen und letztlich neue Impulse setzen. Da geht es um das Thema Fachkräftegewinnung; Dialog der Gastgeber ist ein Schlagwort; und natürlich die TMGS als wesentlicher Partner für uns. Wenn es darum geht, wieder nach außen zu werben, weltweit unterwegs zu sein, für den Freistaat Sachsen die Werbetrommel zu rühren, dann ist es lebensnotwendig, dass wir die TMGS mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten und dort keine Kürzungen vornehmen. Die solide finanzielle Ausstattung ist für die Partner und den Freistaat Sachsen überlebensnotwendig. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die AfD-Fraktion, Herr Kühne.

Protokoll ↗