Barbara Klepsch
Vielen Dank. Herr Sodann, Sie sagten: Wir schauen ins Jetzt und nicht in die Zukunft. Mit diesen 30 Millionen Euro schauen wir schon ein Stück weit in die Zukunft. Aber ich würde kurz noch beim Jetzt bleiben; denn zunächst ist es unser Ziel, die Kultureinrichtungen im Freistaat Sachsen durch die Krise zu bekommen. Dabei möchte ich gern an unseren Corona-Härtefallfonds erinnern. Sie wissen, dass Sie als Landtagsabgeordnete diesem Fonds dankenswerterweise Ihre Zustimmung gegeben haben. Wir haben ihn in das Jahr 2022 übertragen können. Es stehen noch 2 Millionen Euro zur Verfügung. Leider hat die SAB aber momentan noch kleine Schwierigkeiten. Man rechnet damit, dass ab dem 25., also ab Mitte/Ende Februar, wieder Anträge gestellt werden können. Dies ist für mich ein wichtiges Signal, denn das ist das Jetzt und Heute. Sie sprachen die 30 Millionen Euro an. Ich bin zunächst dankbar, das möchte ich in diesem Rahmen sagen: Ich danke allen, die sich dafür eingesetzt haben, dass wir – und das ist die Bitte an alle Abgeordneten – für den schwer gebeutelten Bereich Kultur noch einmal Mittel bekommen, um sie durch die Krise zu tragen und ein Stück in die Zukunft zu schauen. Nun bin ich bei den 30 Millionen Euro. Es gab viele Abstimmungen bzw. Gespräche mit vielen Kulturschaffenden. In der letzten Woche war ich mit den Landesverbänden zusammen, um auch dort noch einmal zu hören: Wo drückt der Schuh? Was wird gebraucht, um unsere reichhaltige Kulturlandschaft zu erhalten? Es wird signalisiert: Wir brauchen zu den 2 Millionen Euro wahrscheinlich noch einen Betrag X dazu, um durch die Krise zu kommen. Wir möchten wieder den Startschuss geben, den Impuls im Freistaat Sachsen, dass Kultur lebendig ist. Mit der Landeskulturstiftung möchten wir gern Projekte auflegen, die in den Sommer schauen und wieder Veranstaltungen sowie Begegnungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und dem Publikum möglich machen. Wir möchten dies als langfristigen Anschub in Richtung Sommer verstanden wissen. Es soll außerdem ein Programm geben – wir sind jetzt dabei, dieses inhaltlich zu „stricken“, das heißt, die Förderrichtlinie muss erarbeitet werden –, mit dem wir Publikum zurückgewinnen und zum Beispiel Chorproben ermöglichen wollen, mit dem Probenlager finanziert werden und in dem Marketingmaßnahmen enthalten sind. Die Landeskulturverbände haben in ihren Ideen fast überall stehen: Was brauchen wir? Wir brauchen kreative Marketingmaßnahmen, um wieder sichtbar zu werden, um wieder als Kultur wahrgenommen zu werden und letztlich das Publikum zurückzubekommen. Es soll sehr breit aufgestellt werden mit sehr vielen Möglichkeiten, und wir sind dabei, es jetzt mit einer Förderrichtlinie erst einmal zu erarbeiten. Aber – an dieser Stelle möchte ich um Geduld bitten – wir brauchen dazu noch Beschlüsse des Landtags und des Haushalts- und Finanzausschusses. Ich kann Sie also nur bitten, dieses wichtige Programm mit Ihrer Zustimmung zu begleiten; denn das ist die Voraussetzung, um in diesem Jahr wieder einen Aufschwung für unsere Kultur zu bekommen. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Ich möchte gern noch einmal auf die Redezeiten hinweisen: Jeder, der überzieht, nimmt dem anderen die Chance, noch eine Frage zu stellen. (Staatsministerin Barbara Klepsch: Entschuldigung!) Frau Dr. Maicher bitte.
