Dr. Matthias Rößler
Das war Herr Kollege Dornau, AfD Fraktion, mit den zusätzlichen fünf Minuten. Wir sind jetzt – das stelle ich fest, denn ich sehe keine weiteren Wortmeldungen – am Ende der ersten Aktuellen Debatte angekommen und ich schließe sie ab. Wir kommen zu Debatte Das Gesundheitssystem und leistungsfähig gestalten Fraktion SPD viele Beschäftigte wissen nicht, ob sie ihren Beruf aufgrund der hohen Belastungen bis zur Rente ausführen können. Dies ist Grund genug, sich vertieft Gedanken darüber zu machen, wie wir unser komplexes Gesundheitssystem in Sachsen so aufstellen können, um den Herausforderungen der nicht mehr allzu fernen Zukunft gewachsen zu sein. Ich komme nun zu den Herausforderungen; zu diesen gehört zum einen die demografische Entwicklung im Freistaat: Wir alle wissen, dass Sachsen – hinter SachsenAnhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg – eines der ältesten Bundesländer mit dem höchsten Altersdurchschnitt ist. Das hat nicht nur konkrete Auswirkungen auf die geriatrische Versorgung im Freistaat, sondern auch auf die wichtige Nachwuchsgewinnung im medizinisch-pflegerischen Bereich. Hier sprechen wir nicht nur von Pflegekräften in Krankenhäusern oder von Ärztinnen und Ärzten, sondern auch von Physiotherapeutinnen, Operationstechnischen Assistenten oder medizinisch-technischen Berufen; zum Beispiel in der Radiologie. Hinzu kommt, dass diese Herausforderungen einige Regionen im Freistaat stärker treffen als andere: Während Städte wie Dresden, Leipzig oder Chemnitz eine gute bis sehr gute Versorgung haben, stellt sich die Situation beispielsweise im Erzgebirge ganz anders dar. Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen zeigt zahlreiche Potenziale auf, wenn es darum geht, Behandlungen zu modernisieren, Versorgung sicherzustellen und Beschäftigte zu entlasten. Gleichzeitig ist es aber ein nicht unwesentlicher Aufwand Krankenhäuser entsprechend aufzurüsten, Fachkräfte zu schulen und Patientinnen und Patienten in diesem Prozess mitzunehmen Schließlich kostet eine moderne, an den Patienten ausgerichtete Gesundheitsversorgung auch viel Geld. Nicht erst seit der Corona-Pandemie bereitet die Finanzierung vielen Expertinnen und Experten Sorgen. Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung festgeschrieben. Dies ist auch dringend nötig – insbesondere in Bereichen wie der Pädiatrie und der Geburtshilfe; denn es kann nicht sein, dass die Behandlung von werdenden Müttern, Kindern und Jugendlichen leidet, weil dies im aktuellen System nicht rentabel ist. Doch auch im Freistaat, der seinen Beitrag leisten muss, gibt es Probleme; denn es ist Aufgabe der Länder Investitionen in Gebäude, Medizintechnik sowie Digitalisierung finanziell abzusichern. Vieles, was im Gesundheitsbereich getan werden muss, liegt in der Verantwortung von Bundestag und Bundesregierung. Doch auch in Sachsen können wir einiges gestalten: Von den gerade genannten Investitionsfinanzierungen in den Krankenhäusern bei der Förderung von innovativen Versorgungskonzepten über die bereits erfolgte Abschaffung des Schulgeldes für Gesundheitsfachberufe bis hin zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren. Die anstehende Novellierung des Krankenhausgesetzes ist ein weiterer wesentlicher Baustein, um die Weichen für eine zukunftssichere Krankenhausversorgung zu stellen. Unser Ziel ist es, für alle Menschen in Sachsen die beste Versorgung zu gewährleisten – mit dem Menschen im Mittelpunkt, nicht dem Profit. Wir möchten, dass eine Grundversorgung in der Nähe sichergestellt ist; dass Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnellstmöglich und kompetent behandelt werden; dass komplexe Eingriffe in Krankenhäusern erfolgen, die Fachkompetenz, Expertise und die nötige Erfahrung haben; denn die Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht immer noch an erster Stelle. Wir brauchen regionale Versorgungslandschaften, in denen ambulante und stationäre Angebote im ländlichen Raum verzahnt und aufeinander abgestimmt werden.
