Simone Lang
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Wer selbst schon einmal schwer erkrankt ist, ein chronisches Leiden hatte oder sich in der Situation wiedergefunden hat, schwerwiegendere Behandlungen der eigenen Kinder oder Eltern koordinieren zu müssen, weiß, dass es in solchen Situationen auf Vertrauen ankommt: Vertrauen darauf, dass die Ärzte und Ärztinnen wissen, was in diesem Moment zu tun ist, dass man als Patient oder Patientin an erster Stelle kommt und dass die eigenen Fragen, Ängste und Sorgen ernst genommen werden; Vertrauen darauf, dass im Notfall ein Krankenhaus in der Nähe ist und dass man auch nach einem Krankenhausaufenthalt vor Ort gut versorgt wird. Deutschland hat eines der modernsten Gesundheitssysteme der Welt. Dieses Gesundheitsnetz reicht von Prävention und Rehabilitation über Haus- und Fachärzte und -ärztinnen bis hin zu Krankenhäusern; und doch rütteln Schlagzeilen über Personal- und Fachärztemangel oder Krankenhausschließungen genau an diesem Vertrauen. In Sachsen ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man im eigenen Ort eine Hausärztin hat. In vielen Krankenhäusern ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man ausreichend Personal hat, das sich um die Patienten sorgt, und (Antonia Mertsching, DIE LINKE: Aber den Unterschied zwischen Wetter und Klima kennen Sie schon?) – Ich kenne das, ja. Es gibt Jahre, in denen regnet es etwas mehr, und Jahre, in denen regnet es etwas weniger. Deshalb hat man den Ausgleich in der Landwirtschaft. Aber das verstehen Sie nicht; das wollen Sie nicht verstehen. Noch einmal: Wir brauchen für unsere Landwirte vernünftige Produktionsmethoden. Diese ewige Besteuerung – das ist in der Landwirtschaft, der Industrie und im Handwerk so – führt die deutsche Wirtschaft nachhaltig in den Ruin, das sage ich Ihnen. (Beifall bei der AfD)
