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Ines Springer

CDU 10.02.2022 Sitzungen 7/45

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es gab in der Debatte zwei, drei Punkte, zu denen ich gern noch ein Wort sagen möchte. Das eine ist der Selbstversorgungsgrad von Gemüse: Wir müssen uns einmal verdeutlichen, dass bundesweit der Selbstversorgungsgrad von genau diesen Produktgruppen bereits Ende Januar überschritten worden ist. Wir Sachsen leisten einen guten Beitrag, dass wir bundesweit eine vernünftige Ausgangslage haben. Doch das muss man sich wirklich mal vor Augen führen: Ende Januar haben wir die Selbstversorgung erreicht – es gäbe mithin kein Gemüse mehr. Die Beziehung zwischen Stadt und Land haben wir nicht erst heute entdeckt; diese gibt es doch schon lange. Solange, wie ich mich mit dem Thema beschäftige, gibt es zum Beispiel die wunderschöne Aktion „Bauer für einen Tag“. Das ist etwas, was Vorschuldkinder, Kindergartenkinder, kleine Klassen sehr gern annehmen. Sie sind dann wirklich auf einem landwirtschaftlichen Hof Bauer für einen Tag, und die Ergebnisse sind traumhaft. Es gibt jedoch auch kritische Dinge zu sagen, und zwar im Zusammenhang mit der Nutzung von Agrarflächen: Es ist doch nicht nur so, dass sich die Kommunen ausdehnen und Agrarflächen nutzen. Das sehe ich genauso kritisch wie Herr Zschocke. Ich halte es aber für genauso kritisch – das muss ich hier in aller Deutlichkeit sagen –, wenn zum Beispiel 65 Hektar besten Ackerlandes mit Fotovoltaikanlagen zugepflastert werden. (Beifall bei der CDU) Ich kann jetzt überstimmt und es kann gesagt werden, dass wir die Energie brauchen – das ist alles richtig, aber wir brauchen auch das Lebensmittel. Gestatten Sie mir noch eine Bitte an das Ministerium. Gerade viele kleine Regionalvermarkter der konventionellen Landwirtschaft in Sachsen sind präsent in der Direktvermarktung. Es bedarf einer stärkeren Anerkennung dieser kleinen Unternehmen im konventionellen Bereich. Dazu brauchen wir nicht unbedingt nur Fördermittel, sondern es gehört dazu auch ein rechtlicher Rahmen, der so gestaltet ist, dass die kleinen Betriebe bei der Produktion bleiben, in regionale Netzwerke einsteigen und die Regionalvermarktung – egal, wie wir zu einer Definition kommen – dann auch pflegen. Ich danke recht herzlich. (Beifall bei der CDU und der Staatsregierung)

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