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Christian Piwarz

22.12.2021 Sitzungen 7/42

Vielen Dank, Frau Neuhaus-Wartenberg. Ich versuche mich, zur Maskenpflicht kurzufassen. Natürlich ist das eine Möglichkeit und trotzdem ist und bleibt es eine Krücke, denn wir sind nun gerade mal in einer Jahreszeit, wo es nicht immer geeignet ist, einfach mal auf den Hof rauszugehen. (Zuruf der Abg. Susanne Schaper, DIE LINKE) Kalte Temperaturen sind das eine; wenn es dann noch schön matschig ist, ist das noch etwas anderes. Gut, das mögen Kinder vielleicht, aber weniger der Hausmeister, der es wieder saubermachen muss. Nein, Spaß beiseite, also, man muss sich das sehr genau überlegen, was man dort Kindern abverlangt. Das ist dann immer noch eine gute Abwägung zu dem, was geschlossene Schulen und Kitas im Endeffekt bedeuten. Anhand derzeit sinkender Zahlen ist es nicht zwingend notwendig. Das kann man anders sehen, das akzeptiere ich. Sollten die Zahlen steigen, müssen wir anders darüber reden. Was das Thema Chancengerechtigkeit betrifft, haben Sie natürlich recht, dass so eine Corona-Pandemie, die uns jetzt fast zwei Jahre in Beschlag nimmt, dazu angetan ist, dass man grundsätzliche Überlegungen über den weiteren Fortgang eines Bildungssystems unterbreitet. Dem werden wir uns nicht verschließen. Bildungsland Sachsen 2030 ist die Debatte, die wir dazu führen wollen, die wir führen müssen im Hinblick auf die Ausgestaltung unserer Bildungslandschaft. Aber was die konkreten Bildungschancen ganz aktuell betrifft, will ich schon noch einmal dafür werben, dass wir das genau im Blick haben, indem wir Schulen und Kitas offenhalten, indem wir möglichst viel Partizipation ermöglichen, indem wir möglichst viel Wissens- und Unterrichtsvermittlung und viel Alltagsgestaltung ermöglichen und indem wir zum Beispiel dafür sorgen, dass alle diejenigen, die im kommenden Frühjahr ihre Abschlüsse machen, der Gymnasiast, der Oberschüler, aber genauso der Schüler an der Berufsschule seinen Abschluss machen kann und den unter Bedingungen machen kann, dass er keine Nachteile erleidet. Das ist diese kurzfristige Perspektive, und wenn man sich das Aufholprogramm nach Corona anschaut, dient es dann für diejenige Schülergeneration, die vielleicht nächstes, übernächstes Jahr oder in den Folgejahren ihre Abschlüsse machen, dass sie gleiche Chancen haben werden, einen bestmöglichen Abschluss zu bekommen. Insofern versuchen wir auch hier, Bildungsgerechtigkeit umzusetzen.

Protokoll ↗