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Luise Neuhaus-Wartenberg

Die Linke 22.12.2021 Sitzungen 7/42

Herr Präsident, Sie gehen recht in der Annahme, und ich beeile mich auch. Ich habe befürchtet, dass Sie empfehlen, dass unser Antrag abgelehnt wird. Aber daran gewöhnt man sich. Was ich eigentlich noch sagen wollte, ist: Wir haben eine gemeinsame Richtung, dass wir versuchen, alles dafür zu tun, dass wir irgendwie über Chancengerechtigkeit reden. Trotz alledem müssen wir doch eines feststellen, dass bei all dem, was stattgefunden hat – Quarantäne, Schulschließungen usw. usf. – wir doch an dieser Stelle kaum noch bis gar nicht über Chancengerechtigkeit reden. Ich will gar nicht darauf hinaus, die Schulen zu schließen. Das ist gar nicht der Punkt. Mir geht es nur darum, dass das ein Fakt ist, den wir akzeptieren müssen, und wenn wir das akzeptieren, dann müssen wir danach entscheiden, was das für die Zukunft bedeutet. Es bedeutet, dass wir auch jetzt wieder kein normales Schuljahr haben. Es bedeutet auch, dass wir an Lehrplänen arbeiten müssen, es bedeutet, was wir immer unter dem Motto fassen, wir müssen uns auf das Wesentliche beschränken, und das bedeutet auch in der Endkonsequenz ganz bestimmte kreative Lösungen zu suchen bzw. mutig zu sein und es zu probieren. Damit will ich nicht sagen, dass wir nicht mutig waren. Abschließend zu den Masken an den Grundschulen: Ja, das ist ein Problem von früh bis nachmittags, und es ist dem Grunde nach eine Ungerechtigkeit den älteren Schülerinnen und Schülern gegenüber, weil die Zeit eine viel längere ist, wenn wir den Hort noch dazu packen, aber vielleicht wäre es eine Lösung, die Unterrichtsstunde zu verkürzen und zu sagen, okay, wir akzeptieren, dass es nur 30 Minuten sind, dann müssen die Kinder auf den Hof, müssen frische Luft schnappen, gehen wieder ins Gebäude, setzen die Maske auf. Das kann erst einmal eine Lösung sein, solange wir mit so einer schlimmen Situation wie der Omikron-Variante zu kämpfen haben. (Beifall bei den LINKEN)

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