Thomas Prantl
Ich fantasiere, Frau Kuhfuß!) – Ich kann Sie leider, wenn Sie alle durcheinanderreden und es so unchoreografiert ist, nur ganz schwer verstehen. Zu dem Teil, den Frau Gorskih eingebracht hat, möchte ich Folgendes sagen: Erstens – vielen Dank für die Anregungen und das, was uns das Leopoldina-Papier für unseren Änderungsantrag mitgibt. Wenn man sich das Leopoldina-Papier anschaut – das wir im Vorfeld natürlich studiert haben –, so haben wir alle Punkte, die im außerschulischen Bereich sind, in diesem Antrag verarbeitet, und wir werden dem Ministerium nicht exklusiv vorschreiben, auf welche Forschungsrunde es sich berufen soll. Von daher ist es noch einmal eine verstärkte Aufforderung, uns mit diesem Papier zu beschäftigen. Die Kritik vonseiten der LINKEN, dass wir als Parlament und als Staatsregierung vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas schneller hätten sein können, kann ich sehr gut akzeptieren, verstehen und respektiv so wahrnehmen. Wir waren eines der ersten Bundesländer – dies hat Frau Köpping bereits gesagt –, die die Jugendhilfe und die offene Jugend- und Verbandsarbeit wieder geöffnet haben. Aus heutiger Perspektive muss man sagen: In der zweiten Welle haben wir geöffnet, in der dritten Welle gab es eine gewisse Routine, und jetzt, in der vierten Welle, ist die offene Kinder- und Jugendarbeit mit dem Zeitverzug erst an dem Punkt, ihre Leistungsfähigkeit wieder an den Start zu bringen. Auch dort arbeiten Menschen, auch dort gibt es Ängste, auch dort gibt es Zielgruppen, die nicht mehr gekommen sind und Ähnliches. Von daher ist es, glaube ich, nicht immer von unserer Seite aus zu steuern. Um das noch in das Schlusswort einfließen zu lassen: Alles, was wir hier machen, machen wir, egal, ob auf dieser Seite oder auf der Seite des Parlaments, nicht, um Kinder und Jugendliche zu ärgern, sondern wir machen das, weil wir eine Pandemie haben und weil wir uns genauso, wie wir uns um Krankenpflegerinnen und -pfleger Sorgen machen, um Kinder und Jugendliche sorgen und in der ersten und zweiten Welle Maßnahmen für Kinder und Jugendliche massiv eingeschränkt haben. Allein durch die Tatsache, dass Hygienekonzepte vieles nicht möglich machen, leisten Kinder und Jugendliche auch ihren schmerzhaften Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Dieser Antrag will die Bedarfe, die dadurch entstehen, offenlegen, will uns Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, wie wir Kindern und Jugendlichen gerecht werden können. Er will uns auch in Richtung Haushaltsverhandlungen mahnen, gemeinsam eine zukunftsfeste Struktur zu schaffen. Herzlichen Dank. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Frau Kollegin Kuhfuß sprach das Schlusswort. Uns liegt ein Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE in der Drucksache 7/8473 vor, und ich bitte um Einbringung. Frau Kollegin Gorskih, bitte schön.
