Michael Kretschmer
Vielen Dank. In der Tat, das, was auch in diesem Bereich geleistet worden ist, konnte ich an der Oper in Leipzig sehen. Ich habe erst vor wenigen Tagen mit Maestro Janowski telefoniert und mit ihm darüber gesprochen, wie er die Situation erlebt. Ich habe mit Tom Pauls und vielen anderen, die sich engagieren, gesprochen. Die Menschen leiden sehr darunter und sie sehen ihr Lebenswerk auch ein Stück weit bedroht. Wie viel Gerechtigkeit kann es in der Pandemiebekämpfung geben? Das treibt uns um. Hat das etwas mit dem Kriterium Gerechtigkeit zu tun? Nachdem wir gesehen haben, dass die Krankenhäuser immer weiter Zulauf haben und dass die Maßnahmen, die wir bei Eintreten der Vorwarnstufe ergriffen haben, nicht ausreichen werden, haben wir zu diesen sehr harten Maßnahmen der Kontaktreduzierung und der Reduzierung der Mobilität gegriffen. Wir sehen die Erfolge. Die Daten der Mobilität unterscheiden sich grundlegend von den Daten der anderen Bundesländer. Nach zwei Wochen Pandemiebekämpfung sehen wir den Rückgang der Zahlen. Das hat genau diese Folgen. Barbara Klepsch wird nicht müde, einzufordern, dass unter 2G oder 2G-Plus wieder mehr möglich ist. Ich glaube, wir wünschen uns das gemeinsam. Wir haben uns fest vorgenommen, am 9. Januar 2022 über diese Maßnahmen zu sprechen. Es ist ein Gebot der Vernunft, das aber auch von dieser Gruppe von Menschen sehr stark mitvertreten wird – was auch aus meiner Sicht beeindruckend ist. Sie sagen, Sie brauchen einen Planungsvorlauf. Sie sehen diese Variante, das Virus, das jetzt deutlich ansteckender ist. Sie sagen, geben Sie sich und geben Sie uns die Möglichkeit, diese Situation zu bewerten und dann verantwortungsvoll zu entscheiden. Ich meine, für den Freistaat Sachsen war diese Entscheidung unvermeidbar. Wir mussten so handeln, weil wir sonst die Erfolge nicht erzielt hätten. Wir haben die härtesten Maßnahmen aller Bundesländer. Das führt hoffentlich dazu, dass in der Bevölkerung ein starkes und wachsendes Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass dieser Zustand über die kommenden Monate nicht so bleiben kann. Klar sein muss aber: Ursache und Wirkung dürfen nicht verwechselt werden. Die Ursache ist ein Virus. Das erfordert, dass ein großer Teil der Bevölkerung sich impfen lässt. Bei den Masern haben wir eine Impfquote von bis zu 95 %. Wir brauchen eine Impfquote von deutlich über 80 %, bis an die 90 %. Dann können wir es schaffen und dann können wir auch auf diese Maßnahmen verzichten. Ich spüre, wie gesagt, ein wachsendes Verständnis dafür und werbe dafür, dass wir alle auch im politischen Raum dafür eintreten, diesen Weg zu gehen, um in diesem Freistaat Sachsen wieder mehr zu ermöglichen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Nun ist die SPDFraktion an der Reihe. Frau Kollegin Lang, bitte schön.
