Susanne Schaper
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Manche Zungen behaupten, die vierte Welle sei gebrochen, weil die amtlich festgestellten Infektionszahlen in Sachsen und Deutschland nach unten gehen. Spitzzüngig könnte man ergänzen: Das wird vor allem ab übermorgen so aussehen, wenn die Ferien beginnen und in den Schulen nicht mehr getestet wird. Ich denke, das ist ein Trugschluss, da die Hospitalisierungsrate gleich bleibt und teilweise steigt, auch, weil entgegen den rückläufigen Inzidenzen die Betten in den Krankenhäusern aus- und teils überlastet sind, genauso wie deren Personal. Trotz des Abflachens des Infektionsgeschehens droht die vierte Welle nahtlos überzugehen in eine Steigerung der Situation, die als Omikron-Tsunami enden könnte. Dabei ist es völlig egal, ob wir uns in der Zahl der Wellen einig sind. Fakt ist und bleibt, dass Sachsen einmal mehr mit an der unrühmlichen Spitze der Infektionszahlen in ganz Deutschland steht. Einmal mehr drängen sich die gleichen Fragen wie vor einem Jahr auf: Warum sind die Infektionszahlen im Freistaat so hoch? Was hätte getan werden müssen, um in sächsischen Krankenhäusern den Regelbetrieb in weit größerem Umfang aufrechtzuerhalten? Warum sind in Sachsen so wenig Menschen geimpft? Wieder ist festzustellen: Es wurde vielleicht zu wenig gelernt aus den Erfahrungen der früheren Wellen. Dabei ist es wichtig, aus der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft gestalten zu können. Doch erneut ist der öffentliche Gesundheitsdienst überfordert und kommt mit den Meldungen nicht mehr hinterher. Erneut sind die Krankenhäuser an ihrer Belastungsgrenze. Die Situation ist schon wieder (Beifall bei der AfD)
