Sarah Buddeberg
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss Herrn Gasse in einem Punkt widersprechen. Das, was die AfD macht, das ist kein Klamauk, sondern das ist bitterer Ernst. Mein Kollege Franz Sodann hat es vorhin schon gesagt, dass das ein Kulturkampf ist, und wir stellen uns dem ganz entschieden entgegen. (André Barth, AfD: Ganz entschieden! Oh! – Beifall bei den LINKEN) Nachdem Sie Sprechverbote fordern, fordern Sie jetzt auch die Sanktionen. Das ist die Art, wie die AfD hier Politik macht. Ich möchte dazu nicht so viel sagen, denn wir haben das hier schon lang und breit diskutiert, und auch im Ausschuss wurde das diskutiert. Wir bleiben dabei: Geschlechtergerechte Sprache ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Deshalb lehnen wir diesen Antrag weiterhin ab. Ich bin zu dem zweifelhaften Ruhm gekommen, in der Begründung Ihres Antrags noch namentlich erwähnt zu werden. Ich wünschte, Sie hätten meinen Argumenten gelauscht, aber dann wäre ja die Frage, ob Sie sie verstanden haben oder ob noch Bewegung in den Köpfen ist. Ich sehe das eher nicht so. Ich möchte noch eine Sache sagen. Die Sammeldrucksache dient nicht dazu, noch mehr Anträge zu stellen, als es die Geschäftsordnung vorsieht. Sie ist dazu da, dass man, wenn sich ein Sachverhalt verändert hat, noch einmal einen Antrag herauszieht. Sie machen das selbstverständlich weiterhin anders, aber es hat sich auch an unserer Ablehnung nichts geändert. Insofern müssen wir auch keine weiteren Worte darüber verlieren. Vielen Dank. (Beifall bei den LINKEN – Zuruf des Abg. André Barth, AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Kollegin Buddeberg für die Fraktion DIE LINKE. Für die Fraktion BÜNDNISGRÜNE bzw. für die SPD? – Nein. Wünscht die Staatsregierung, Herr Piwarz, das Wort? – Nein? – Gut. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Nein?) Dann kommen wir jetzt zur Aussprache der nächsten Drucksache, und zwar zur Drucksache 7/7948. Ich erteile der AfD-Fraktion, Herrn Prantl, das Wort.
