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Dr. Rolf Weigand

AfD 18.11.2021 Sitzungen 7/38

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir schreiben den August 2021. (Stephan Hösl, CDU: Ha!) Die ersten Prognosen für die Bundestagswahl kommen hoch. Die AfD könnte stärkste Kraft werden. Dann kommt die Gretchenfrage bei der CDU auf: Wie kann man der AfD noch Stimmen abjagen? Was stört die Bevölkerung? Ah, na klar – der Sachse mag das Gendern nicht. Da kommt Kultusminister Piwarz um die Ecke und hat eine Idee, und die kostet fast nichts. (André Barth, AfD: Das ist wirklich eine schöne Geschichte!) Er schreibt einen Schulleiterbrief an die Schulleiter und sagt am 25. August 2021: Schluss mit Gendern an Sachsens Schulen! Tage später überschlug sich die Presse. Sachsens Schulen dürfen nicht mehr mit Sternchen gendern – Sachsens Kultusminister macht Schluss mit Genderstern & Co. oder Sachsen erlässt das Genderverbot an Schulen. (Zuruf von der AfD: Wow!) Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Sachsen und in der Bundesrepublik, und die Öffentlichkeit stellte sich die Frage: Findet die CDU zu ihren konservativen Werten zurück? (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Nein, Pustekuchen, alles nur ein zahnloser CDU-Tiger, meine Damen und Herren. (Heiterkeit des Abg. Carsten Hütter, AfD) Denn durch meine Kleine Anfrage sickerte langsam durch: Es war nur eine Empfehlung, es drohen keine Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Es ist wie immer bei der CDU: Viele heiße Luft um nichts. (Beifall und Heiterkeit bei der AfD) Daher unser Antrag „Genderschreibweisen an Schulen effektiv unterbinden“. Wir fordern erstens, die Genderschreibweise an Sachsens Schulen mittels Rechtsverordnung zu unterbinden. Das muss zweitens für Lehrer, für Schulbücher und auch für außerschulische Partner gelten. Also, wenn es dann wieder ein Ganztagsangebot mit different people e. V. gibt – auch dabei ist das Gendern verboten. (Heiterkeit bei der AfD) Drittens. Diese Verstöße müssen konsequent geahndet werden, meine Damen und Herren. (Zurufe der Abg. Hans-Jürgen Zickler, AfD, und Sabine Friedel, SPD) Und da sollten Sie, liebe CDU – Sie schreiben ja so gern Positionspapiere, wie schlecht Gendern ist –, Ihre eigene Regierung an der Nase packen, denn sie geht mit schlechtem Beispiel voran. Das grüne Umweltministerium sucht jetzt eine/n Wasserbaumeister/in. Im SPD-Sozialministerium kennt man Projektträger_innen und selbst bei der CDU im Kulturministerium sogar Nachlasshalter*innen. (Zuruf von der AfD: Ja!) Dieses Gender-Gaga, was in der CDU-Regierung in Sachsen Einzug hat, das darf sich an Sachsens Schulen nicht durchsetzen, und das muss unterbunden werden. Das Schulleiterschreiben von Kultusminister Piwarz war nur eine Nebelkerze. Denn auch an Sachsens Schulen wird weiter fleißig gegendert. Das zeigt, Herr Gasse, bei Ihnen in Leipzig ein Gymnasium ganz fleißig. Dort werden neue Genderbegriffe eingeführt. Die Schüler heißen jetzt geschlechtsneutral Schülys, mit Y. Wenn das so weitergeht und Sie sich als CDU nicht durchsetzen, dann wird man dort bald Goethes Erlkönig wie folgt zitieren: „Mein Elter 1, mein Elter 1, und siehst du nicht dort Erlkönig/ins Zoomer am düsteren Ort?“ – Zoomer übrigens für das geschlechtsneutrale Kind, also weder Junge noch Mädchen. – Mein Zoomer, mein Zoomer, ich seh‘ es genau, es scheinen die alten Weid/innen so grau.“ (Heiterkeit und Beifall bei der AfD) Dann wird Goethes Erlkönig, meine Damen und Herren, enden: „Er erreicht den Hof mit Müh‘ und Not. Die deutsche Sprache, die war tot.“ (Heiterkeit – Beifall bei der AfD –

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