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Thomas Kirste

AfD 18.11.2021 Sitzungen 7/38

Sehr geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Nach den Redebeiträgen der CDU, der SPD, den BÜNDNISGRÜNEN und den LINKEN müssen wir uns nunmehr die Frage stellen, was der Sinn der Umbenennungen ist und was sie eigentlich bewirken sollen. Die Umbenennungen bewirken nämlich nichts anderes als eine Spaltung unserer Gesellschaft, nicht nur in der Corona-Politik, wie es heute Morgen unser Ministerpräsident so schön dargestellt hatte, sondern auch im Kulturverständnis der Sachsen. Ich hatte es in der letzten Rede schon einmal erwähnt: Laut einer Umfrage von Infratest vom Mai dieses Jahres sind zwei Drittel der Deutschen gegen die Anwendung der Gendersprache. Es impliziert natürlich auch die Ideologisierung unserer Sprache und deren Sensor. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) In einer aktuellen Antwort der Staatsregierung auf eine unserer Kleinen Anfragen findet sich ein bezeichneter Satz, ich zitiere: „Die aktuellen Titel wurden in diskriminierungsfreier Sprache neu formuliert.“ Oder hier, auf eine andere Anfrage: Man habe die Titel von Werken von verschiedenen Sammlungen auf rassistische und anderweitig diskriminierende Begriffe hin untersucht. Aha! (Zuruf von der AfD) Im Mittelpunkt der Umbenennung steht also gar nicht die Frage nach der wissenschaftlichen und historischen Genauigkeit, sondern danach, ob ein Begriff, wahrscheinlich von den Regierungsparteien, als diskriminierend empfunden wird oder nicht. Es geht nicht um Wissenschaft, sondern nur um eine rein ideologische Haltung. (Beifall bei der AfD) So viel, Herr Sodann, zum Thema Kulturkampf. Das ist nämlich genau diese Thematik. Wir haben nicht angefangen, eine Gendersprache einzuführen. Wir benennen nicht unsere Kunstwerke um. (Zurufe von den LINKEN) Zur Frage, die vorhin Herr Barth stellen wollte, was an Knaben schlecht ist: Was ist an dem Wort schlecht, dass es umbenannt werden muss? Erklären Sie es mir. Die Kunstsammlungen haben natürlich auf die Diskussion in den Medien reagiert und dieses und jenes Argument aus dem Hut gezaubert, um die Umbenennung irgendwie zu rechtfertigen. Am Ende bleibt die Frage: Wer definiert überhaupt, was diskriminierend ist und was nicht? (Hans-Jürgen Zickler, AfD: Genau! – Zuruf des Abg. Sören Voigt, CDU) Seit wann ist es eine Aufgabe von einem Museum, sich als Sprachpolizei aufzuführen? Es reicht offenbar nicht mehr, dass nur Straßen umbenannt werden, jetzt sind auch unsere Kulturschätze dran. Ich bitte Sie im Namen aller Sachsen: Hören Sie auf damit und stimmen Sie unserem Antrag zu. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Tagesordnungspunkt Unabhängigen und weisungsfrei tätigen Freistaates Sachsen einführen und Drucksache 7/4583, Antrag mit Stellungnahme Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen. Die Reihenfolge in der ersten Runde: die Fraktion DIE LINKE, danach CDU, AfD, BÜNDNISGRÜNE, SPD und Staatsregierung, wenn gewünscht. Ich übergebe das Wort an Frau Kollegin Köditz, Fraktion DIE LINKE; bitte schön.

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