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Sebastian Gemkow

18.11.2021 Sitzungen 7/38

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Herr Kollege Piwarz hat mich gebeten, an seiner statt hier zu sprechen, was ich sehr gerne tue. Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen hat Anfang Oktober die 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose vorgelegt. Der Auftrag dafür ist im Sächsischen Schulgesetz verankert. Die 2. Regionalisierte Schüler- und Absolventenprognose für den Freistaat Sachsen reicht bis zum Schuljahr 2035/2036. Basis für die Berechnungen sind die 7. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung und die Schulstatistik 2020/2021. Dabei rechnet das Statistische Landesamt mit zwei Varianten – mit einer oberen, einer optimistischeren und einer weniger optimistischen, einer unteren Variante. Beide Varianten unterscheiden sich durch Prämissen bei der Geburtenrate und in den Wanderungsbewegungen. Was sind nun die wesentlichen Ergebnisse der aktuellen Prognose? Erstens wird ein kontinuierlicher Anstieg der Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen bis zum Schuljahr 2027/2028 erwartet. Zweitens: Die prognostizierte Schülerzahl vollzieht sich nicht gleichmäßig in allen Schularten und auch nicht gleichmäßig über den Freistaat. Das ist ja gerade Gegenstand der sehr lebhaften Debatte gewesen. Wie schon in den vergangenen Jahren konzentriert sich dieser Schülerzuwachs auf die Großstädte Leipzig und Dresden sowie deren Umgebung. Drittens: Das Statistische Landesamt geht im Prognosezeitraum von steigenden Schülerzahlen auch an den berufsbildenden Schulen in Sachsen aus. Jetzt kommt es darauf an, diese Ergebnisse der 2. Regionalisierten Schüler- und Absolventenprognose im Detail mit der nötigen Tiefgründigkeit zu betrachten und sie auszuwerten. Das tut die Staatsregierung momentan. Dazu gehört aber fast genauso, die Ausbildungskapazitäten an den Universitäten im Blick zu behalten – auch das ist angesprochen worden –, indem die Schülerzahlen und der Lehrerbedarf evaluiert werden. Das SMK ist jetzt dabei, die Lehrerbedarfsprognose zu aktualisieren. Ein Bestandteil der Berechnungen bildet dabei die neue Schüler- und Absolventenprognose. Auf der Basis der Lehrerbedarfsprognose wird dann zu bewerten sein, wie mit den Studienplatzkapazitäten in den lehrerbildenden Studiengängen, die in der Hochschulentwicklungsplanung und in den Zielvereinbarungen mit unseren Hochschulen festgelegt sind, umzugehen ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bildungspolitik ist und bleibt ein fortlaufender Prozess, bei dem man einen langen Atem und auch einen langen Planungshorizont braucht. Regelmäßige Prognosen sind deswegen wichtig, um langfristig zu planen und vorausschauend zu handeln. Das gilt natürlich nicht nur für uns hier in der Politik – das gilt genauso für die Schulleiter draußen wie für die Hochschulrektoren. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der CDU sowie vereinzelt bei der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die erste Aktuelle Debatte ist damit abgeschlossen. Ich eröffne jetzt die Zweite Aktuelle Klares Bekenntnis zur des ländlichen Raums. Antrag der Die einreichende CDU-Fraktion beginnt die Debatte.

Protokoll ↗