Luise Neuhaus-Wartenberg
Liebe Frau Präsidentin! Nur um das geradezurücken: So wie ich Sabine Friedel verstanden habe, ging es gar nicht darum zu monieren, dass man unterschiedliche Berufe wählt, sondern darum, dass klar ist: Wenn nur ein Drittel der Leute im Erzgebirge die Hochschulreife erlangt, kommt nach dem Studium auch nur ein Drittel der Menschen wieder ins Erzgebirge zurück. Das ist der Punkt. Wenn von dem Drittel dann nicht mal die Hälfte sich vorstellen kann, Lehrerinnen und Lehrer zu werden, ist klar, dass künftig Lehrerinnen und Lehrer im Erzgebirge fehlen werden. Ich möchte einen letzten Punkt bringen. Es ist uns ganz wichtig – und wir haben da nicht nur eine Erwartungshaltung, sondern wir werden es bei den nächsten Haushaltsverhandlungen auch einfordern –, dass zu einer guten Zukunft vor allem eine gute Bildung gehört. Das muss sich im Haushalt abbilden, und zwar auf eine Art und Weise, wo wir – Herr Gasse, es geht nicht anders, es hilft nichts – Prioritäten setzen und miteinander in den Verhandlungsprozess kommen über das, was uns wichtig ist in diesem Land und was es tatsächlich braucht. Bildung muss da ganz, ganz vorn mit dran sein; ansonsten werden wir die nächsten Jahre nicht gut und vernünftig miteinander überstehen. Herzlichen Dank. (Beifall bei den LINKEN und der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Wird von den BÜNDNISGRÜNEN noch das Wort gewünscht? – Das ist nicht der Fall. Wird eine dritte Runde gewünscht? – Die AfD-Fraktion, Herr Dr. Weigand, bitte.
