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Alexander Dierks

CDU 30.09.2021 Sitzungen 7/37

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! – Wenn Sie sich da drüben für diesen peinlichen Auftritt zu Ende gefeiert haben, können Sie gegebenenfalls mal zuhören. Zum einen: Über die Wählerströme zur letzten Bundestagswahl am vergangenen Sonntag haben wir gestern diskutiert; zugehört haben Sie ganz offensichtlich nicht. Ich weiß, dass Sie ein obsessives Verhältnis zur Union haben, aber darauf will ich jetzt nur am Rande eingehen. Ich denke, das Grundproblem der Debatte, die wir hier seit anderthalb Jahren mit verteilten Rollen und in unterschiedlichen Nuancen führen, ist, dass Sie bis heute nicht verstanden haben, dass es sich um eine internationale, eine weltweit wütende Pandemie handelt. Wenn Sie hier von Corona-Schikane, von Corona-Panik, von Zwangsmaske und Ähnlichem sprechen, dann zeigt das nichts anders, als dass Sie bis heute nicht verstanden haben, dass es sich um eine internationale Pandemie handelt. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Dass es Ihnen an menschlichem Grundrespekt mangelt, haben Sie auch schon verschiedentlich zum Besten gegeben. Wie Sie hier über Experten, wie Herrn Lauterbach, sprechen ist himmelschreiend; zumal ich glaube, dass er über eine vielfach bessere fachliche Expertise verfügt als Sie, Herr Prantl. (Beifall bei der SPD – Zuruf von der AfD) Dieses Bingo verschiedener Länder, so nach dem Motto: Großbritannien, Dänemark, Hauptsache USA ist ebenso peinlich, weil Sie jedes Mal mit irgendeinem anderen Land kommen und völlig außen vorlassen, dass die Voraussetzungen in den jeweiligen Ländern völlig andere sind. Es ist doch in tiefer Weise inkonsistent, wenn Sie auf der einen Seite nichts unversucht lassen, als das Vertrauen in den Impfstoff zu untergraben, wenn Sie versuchen, die Maske und die Tests zu unterminieren und auf der anderen Seite den Eindruck zu erwecken, dass all das überhaupt gar keine Aussagekraft habe bzw. nicht helfe, die Pandemie zu bekämpfen. Gleichzeitig sagen Sie aber, wir müssten einen Freedom-Day feiern wie Dänemark. (Thomas Prantl, AfD, steht am Mikrofon.) Ich will Sie einmal an Folgendes erinnern: Wir haben im Freistaat Sachsen eine Impfquote von 54,8 %, in Dänemark sind 90 % der über 50-Jährigen, also der von Ihnen so vielfach beschworenen Menschen mit erhöhtem, schweren Erkrankungsrisiko, geimpft. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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