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Georg-Ludwig von Breitenbuch

CDU 29.09.2021 Sitzungen 7/36

Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Zschocke, von einer Übernutzung kann in den sächsischen Wäldern keine Rede sein. Der Zuwachs ist über die letzten Jahrzehnte immer höher als die Nutzung gewesen. Dadurch sind ja die hohen Vorräte in die Wälder gekommen, dadurch sind die Wälder so alt und anfällig und weniger vital als junge. Das sei noch einmal deutlich gesagt. Ich habe vorhin genau diese Auswertung der Waldbesitzer angesprochen. Es gibt Waldbesitzer, die größere Flächen haben, und es gibt die Forstbetriebsgemeinschaften, die hier vom Waldbesitzerverband abgefragt wurden, die diese Probleme mit der sächsischen Förderung weiter haben. Die Pauschale ist natürlich einfach, weil die Kontrolle damit einfach ist. Diese Details sind belastend. Wer einmal eine Kontrolle im Wald erlebt hat, wo auf den Quadratmeter nachgemessen wird und man dann noch eine Strafe zahlen darf, der weiß das. Mir ist das passiert. Insofern weiß ich, wie exakt unsere Verwaltung arbeitet. Wenn man es zu kompliziert macht – – Man weiß ja nicht, was in den nächsten fünf oder acht Jahren, wie hier gefordert, die Natur in einen Zaun einfliegen lässt, indem man denkt: Warum soll ich jetzt die Pflanze herausreißen? Dann wird man bestraft und bekommt Abzüge. Genau das ist den Waldbesitzern unangenehm, und das sind Hemmungen, die Förderungen anzunehmen. Wir haben in Sachsen – ich möchte noch einmal auf Kollegen Löser eingehen – ein Cluster Forst und Holz, das wir in der Vergangenheit immer wieder versucht haben zu unterstützen. Wir haben versucht, Kooperationen von Unternehmen, von Forstunternehmen mit der Forst- und Holzwirtschaft, hier darzustellen. Auch die Wissenschaft, sprich Tharandt und andere; gerade die Fachforschung in Sachsenforst war dabei intensiv eingebunden. Wir haben versucht, Technologietransfer und Innovation weiter zu betreiben sowie neue Produkte zu entwickeln, die mit der Holznutzung einhergehen, und den Rohstoff Holz – das ist auch ein Punkt, der heute etwas zu kurz gekommen ist – nicht nur stofflich, sondern auch energetisch zu nutzen. Es stellt sich die Frage, ob wir hier mit synthetischen Kraftstoffen den Verbrennungsmotor aus Holzresten, die im Wald gewachsen sind, nutzen können und eine zusätzliche Nutzung im Sinne von Kreisläufen positiv darstellen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Kollege, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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