Volkmar Zschocke
Vielen Dank. Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte kurz erwidern. Erst einmal Danke für die konstruktive, aber auch kontroverse Debatte. Ich möchte Folgendes deutlich machen: Es gibt keine Skepsis gegenüber der Holznutzung bei der Fraktion BÜNDNISGRÜNE. Es darf aber keine Übernutzung geben, und es geht vor allem darum, in Zukunft mehr die regionalen Kreisläufe zu stärken. Für die Unterstützung der Privatwaldbesitzer habe ich mich auch sehr deutlich ausgesprochen. Wir haben uns dafür in der Vergangenheit starkgemacht. Aber wer Ökosystemleistungen honorieren will, der darf nicht nur pauschal pro Fläche denken, sondern muss das an qualitative Anforderungen knüpfen, also Baumartenvielfalt, Naturnähe, Biodiversität. Die Ökosystemleistung ist ja mehr als Kohlenstoffspeicherung, Herr Kollege von Breitenbuch. (Zuruf des Abg. Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU) Naturnah strukturierte artenreiche Wälder sind die beste Versicherung gegen Dürreschäden, Stürme, Brände und Schädlingsprobleme. Das ist einerseits gut für die biologische Vielfalt, aber auch für die heimische Holzwirtschaft. Deshalb braucht es eine breite Bereitschaft der Körperschafts- und Privatwaldeigentümer, diesen Weg mitzugehen. Höhere ökologische Vorgaben in der Förderrichtlinie – das haben Sie ja deutlich gemacht, Herr von Breitenbuch – haben auch Fragen und Widerstand hervorgerufen. Es wäre einmal wichtig zu hören, wie die Richtlinie jetzt angenommen wird, wie sich Nachfrage und Fördermittelabfluss entwickeln und ob die Kleinstwaldbesitzer diese RL WuF nutzen oder nicht. Wie kommt der Waldumbau hier insgesamt auch jenseits von staatlichen Wäldern voran? Die Waldkrise umfasst ja eine umfassende Neuausrichtung der Waldpolitik. Daher bin ich dem Kollegen Winkler für das Zitat noch einmal dankbar; denn wir müssen den Wald ja für die Folgen der Klimakrise wappnen. Das geht nur gemeinsam mit dem Staatsbetrieb, mit den Städten und Landkreisen, mit den Waldeigentümern, mit der Forstwissenschaft – ganz klar – und allen am Wald interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Vielen Dank. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und der Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Zschocke eröffnete die dritte Rederunde für die Fraktion BÜNDNISGRÜNE. Nun Kollege von Breitenbuch für die CDU-Fraktion; bitte schön.
