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Dr. Rolf Weigand

AfD 29.09.2021 Sitzungen 7/36

… Das ist ja lächerlich!) Wir hatten Krankheitsausfälle, gestörte Produktion und Lieferketten. All das musste gemanagt werden. Natürlich wissen wir hinterher, was künftig besser gemacht werden kann, zum Beispiel bei den Wochenmärkten. Da war es wichtig, sie schnell wieder zu öffnen. Für die Direktvermarkter waren sie von zentraler Bedeutung. Es gab auch unterschiedliche pandemiebedingte Regelungen in den Städten. Das war teilweise eine logistische Akrobatik für die Firmen, weil die Fahrzeuge frische Ware mit einer kurzen Haltbarkeit geladen haben. Auch für die Hofläden in den Regionen war die Radius- und Kreisgrenzenregelung schnell existenzbedrohend. In der Landwirtschaft – der Minister hat darauf hingewiesen – war der Einsatz der Saisonarbeitskräfte richtig schwierig. Es war praktisch nicht möglich, zum notwendigen Zeitpunkt die erforderlichen Arbeitskräfte zu rekrutieren. Sie mussten teilweise an irgendwelchen Flughäfen in Deutschland abgeholt werden. Dazu kam der Mehraufwand bei Unterbringung und Versorgung. Auch hier haben alle Beteiligten viel dazugelernt, insbesondere wie die Zuständigkeiten zwischen den Ministerien, die Vorschriften und die Kommunikation verbessert werden können. Die Betriebe hatten ja schon alle Hände voll damit zu tun, die Ernte irgendwie hereinzubekommen. Man kann den Spargel eben nicht im Homeoffice ernten. (Dr. Rolf Weigand, AfD: Ach so?) Und von all diesen enormen Anstrengungen haben die Verbraucherinnen und Verbraucher wenig bis nichts gespürt. Auch die Forstwirtschaft war doppelt betroffen: Pandemie und Waldkrise. Wenn Arbeitskräfte nicht da sind, dann gerät die dringende Wiederaufforstung ins Stocken. Die Pflanzen müssen zu bestimmten Zeiten in den Boden. Auch Abfallentsorgung und Stadtreinigung funktionieren eben nicht im Homeoffice. Beides sind sehr personalintensive Bereiche. Die hier erbrachten Leistungen sind nicht selbstverständlich. Weil Urlaub und Ausflüge eingeschränkt waren, stieg der Druck auf die Parks, auf die Grünanlagen und damit auch die Vermüllung. Es war eine wichtige Erkenntnis, dass die Wertstoffhöfe nicht schließen können. Wenn Prozessketten im Wertstoffkreislauf abreißen, wenn Recyclingbetriebe schließen, dann entsteht ein Schaden, der nicht so schnell reparierbar ist. Auch die übergroßen Lagermengen von Abfällen oder Altgeräten bergen dann Gefahren. Bei Störungen in der Wasser- und Energieversorgung kann sich eine Pandemie auch schnell zur Katastrophe entwickeln. Da sind komplexe Anlagen und viele Tausend Kilometer Leitungsnetz zu managen. Das Krisen- und Notfallmanagement hat hier höchste Priorität. Trotz Automatisierung und Digitalisierung ist kontinuierlich hoch qualifiziertes Personal notwendig, welches die Warten und die Schaltzentralen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, betreut. (Zuruf von der AfD) Da ist eine Pandemie eine akute Bedrohung für den kontinuierlichen Schichtbetrieb. Dank des außergewöhnlichen Einsatzes der dort Beschäftigten war zu keinem Zeitpunkt die Versorgung mit Trinkwasser, mit Strom, mit Gas gefährdet. (Zuruf von der AfD: Danke! –

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